Samstag, 17. Juli 2010

Las Vegas

Es ist schon wieder mal überfällig dass ich euch meinen Weekend Bericht liefere. Das letzte Wochenende stiegen wir ins Auto und machten uns auf in Richtung Las Vegas. Das ganze begann mit einer 4 Stündigen Fahrt durch die Wüste. Es gab nicht viel zu sehen, wir bewegten uns auf der Strasse welche wahrscheinlich an einem Pult mit einem Lineal gezogen wurde und ausser Schweisstropfen zu zählen gab es nicht viel zu tun. Ein Glück hatten wir eine Klimaanlage! Als wir dann in Vegas ankamen war es dort so um die 110°F was in etwa 45°C entspricht! Wir hatten unsere Räume im Planet Hollywood gebucht und fuhren dem Strip entlang bis wir dort ankamen. Der erste Eindruck der Stadt ist gewaltig, wo sonst stehen die Pyramiden von Luxor neben der Festung um Excalibur. Wann wurde schon mal die Freiheitsstatue vom MGM Löwen bedroht und wo braucht man von der Skyline von New York bis zum Eifelturm nur gerade ein paar Minuten zu Fuss. Das Planet Hollywood liegt recht zentral am Strip gerade gegenüber vom Bellagio Hotel. Wir umkreisten das Planet um von hinten in die Tiefgarage/Ladezone/Check-in/Valet/Taxistreifen zu kommen. Dort befanden wir uns dann sofort in einer Schlange. Wir entluden das Auto und bepackt mit all unserem Gepäck machten Carole und ich uns auf Richtung Check-in Schalter während Rodrigo das Auto parken ging. Die Check-in Schlange war zwar lang, jedoch wurde hier sehr speditiv gearbeitet und schon bald standen wir an einem Schalter. Danach ging es ruck zuck und wir standen mit unseren Zimmerschlüsseln im Lift in Richtung 36. Etage. Als wir an unseren Zimmertüren angekommen waren meinte Rodrigo dass sie eine kleine Siesta machen würden um abzuwarten bis die Hitze ein Bisschen nachliess. Ich beschloss ganz wagemutig die Kamera unter den Arm zu nehmen und mich nach draussen zu begeben. Ich lief den Strip entlang, knipste all die verschiedene Hotels, vom Ceasars Palace, übers Mirage, Belagio, Paris, Aria, New York New York, Excalibur, Luxor, bis hin zum MGM (und noch einige mehr welche ich hier vergessen habe. Immer wenn ich ein bisschen zu heiss bekam überschritt ich die Pforte zu einem Casino und dort war es schön kühl und angenehm. Ich war fast zwei Stunden in der brütenden Hitze unterwegs bis ich dann wieder zurück ins Planet kam. Dort machte ich mich dann auf in mein Zimmer, nahm eine kühle Erfrischung zur Hand und schaute auf meinem riesen Flatscreen ein Bisschen TV. Doch schon bald klopfte Rodrigo an meiner Türe und wir begannen mit dem Apero. Wir erwarteten noch Joe, Rodrigos früherer Mitbewohner, und seine Freundin. Diese mussten am Freitag noch arbeiten und konnten erst ein Bisschen später anreisen. Doch diese fanden sich auch schon bald bei uns ein und das Abenteuer begann. Und ab hier, „what happens in Vegas stays in Vegas“ ;). Nur so viel sobald sich die Sonne schlafen legt und die Lichter an den Hotels angehen, verwandelt sich diese Stadt!

Der nächste Tag verbrachten wir dann hauptsächlich am Pool. Als wir dort ankamen war gerade eine riesige Party im Gange! Wir hatten Mühe noch einen freien Liegestuhl zu finden. Danach schnappten wir uns einen Piña Colada und begaben uns ins kühle Nass. Für den Abend hatten wir dann einen Tisch in einem brasilianischen Restaurant reserviert, wo wir uns über das Barbecue Buffet hermachten. Und schon bald hiess es wieder ab ins Getümmel ;)

Am Sonntag machten wir uns dann auf um einen Fernseher mit Live Fussball Übertragung zu finden und wir schauten uns den Final an. Wegen des Verkehrs machten wir uns dann nicht sofort auf den Rückweg, sondern gingen noch ein Bisschen schoppen. In der Nähe hatte es eine Outlet Mall und wir begaben uns dorthin. Obwohl wir recht lange dort waren und viel Zeit zwischen uns und dem Ende des Finals liessen, kamen wir auf dem Rückweg in den Stau. Jedoch fanden wir dann heraus dass dies wegen der Agrikulturbehörde war, welche nach allfälligen Früchten in den Fahrzeugen fahndete. So kamen wir dann so ca. um 1 Uhr dann wieder in Irvine an und ich machte mich sofort auf in Richtung Bett!

Mittwoch, 7. Juli 2010

4th of July weekend in San Diego

Werte Leser, es ist schon längst wieder mal Zeit um einen kleinen Wochenendrückblick zu schreiben. Letzte Woche war ich ein bisschen faul und habe euch kein neues Futter geliefert. Verzeiht mir wenn ihr die ganze letzte Woche, durstig nach neuen Infos, alltäglich meinen Blog besuchtet und immer wieder von neuem Enttäuscht wurdet. Jedoch war das vorletzte Wochenende eher ruhig. Wir haben neuerdings eine ganze Schar an Koreanern in unserem Lab und am Anfang war auch noch ihre Professorin da. Am Samstag wollte sie Ihre Schützlinge dann noch zum Essen einladen und auf dem Menuplan stand koreanisches Barbecue. Da sie keine Autos hatten fuhren wir sie zu zweit herum. Nach dem Essen gingen wir dann in eine Shopping Mall um dort ein bisschen rum zu hängen.

Am Sonntag habe ich dann mit einem anderen Kollegen von dem Labor abgemacht und wir gingen Minigolf spielen. Im Vergleich zu unseren Minigolf Anlagen scheinen die hiesigen riesig und sehr ausgefallen, denn es hat Bahnen mit Windmühlen, Vulkanen, Bergwerken und vieles mehr, doch am Schluss ist es auch bei diesen Bahnen immer dasselbe Prinzip. Trifft man eine kleine Rampe, geht der Ball direkt zum unteren Loch und bleibt meist in einer guten Lage oder direkt im Loch liegen. Trifft man die Rampe nicht, so nimmt er einen anderen Weg und wird irgendwo im Abseits zum stehen kommen. Jedoch ist die Atmosphäre ganz anders auf diesen Plätzen und irgendwie macht es doch mehr Spass wenn die Bahnen so ausgefallen aussehen.

Desweiteren wurde ich gefragt ob ich auch etwas arbeite oder nur Ferien mache. Diese Frage ist äusserst gerechtfertigt gerade noch wenn man den Blog anschaut. Auch wenn die kalifornische Arbeitsmoral gegenüber der schweizerischen auf der Strecke bleibt, bin ich durch die Woche im Labor anzutreffen. Da meine Arbeit für euch mit grösster Wahrscheinlichkeit aber nur zu spontanen Narkolepsie Anfällen führen würde verzichte ich auf zu viele Details.

So nun aber wie im Titel schon angepriesen, werde ich das letzte Wochenende thematisieren. Welches hier eines der besonderen war. Der „4th of July“ oder auch „Independenceday“ steht für die Unabhängigkeit der Amerikaner gegenüber den Briten. (Witzige Nebenbemerkung: Ich wurde dieses Jahr über Facebook von einem Briten zu einem 4th of July Barbecue eingeladen ;-) ). Die meisten Amerikaner verbringen diesen Tag an dem Strand mit Grillen, Baden und Ball spielen. Der 4. fiel dieses Jahr auf einen Sonntag, was zur Folge hatte das die meisten dann am Montag noch einen Freitag hatten. So auch für uns hier, die Universität war komplett geschlossen und auch wenn ich noch so gerne hierhergekommen wäre um etwas zu arbeiten, musste ich den Tag zu Hause verbringen ;) Aber nun zu meinen Plänen da das Barbecue zu welchem ich über Facebook eingeladen wurde nicht nur von einem Briten organisiert wurde sondern auch noch in der Schweiz stattfand, war dies nicht wirklich eine Option. Stattdessen peilte ich San Diego an. So trat ich am Samstagnachmittag die Fahrt in den Süden an. Dort traf ich mich mit Kristina und wir beschlossen dann die Besichtigung von San Diego in La Jolla, einem der Küstenviertel, zu starten. Als erstes stand Robben beobachten an. An einem der Strände tummeln sich die ganze Zeit einige Robben herum. Einige sind im Wasser am spielen, andere faulenzen in der Sonne und weiter robben an dem Strand herum. Alles in allem befanden sich wahrscheinlich so um die 20 bis 30 Tiere in der Bucht. Wir verbrachten eine ganze Weile damit das Getue zu bestaunen und es wird einem nie wirklich langweilig. Jedoch meldete sich schon bald unser Hungergefühl und somit verliessen wir unseren Beobachtungsposten und machten uns auf die Suche nach Nahrung. Natürlich waren wir nicht unvorbereitet denn wir hatten bevor wir Kristinas Wohnung verliessen einige Restaurants rausgesucht. Unter anderem hatten wir auf unserer Liste ein Steakhouse welches wir auch ansteuerten. Wir waren zum Glück früh unterwegs und somit fanden wir noch einen Tisch, jedoch denke ich dass es am späteren Abend ohne Reservierung fast unmöglich ist dort an Nahrung zu kommen. Jedoch waren wir im hinteren Teil des Saales, die Plätze an der Glasfront waren natürlich alle schon vergeben. Aber auch von dort aus hatten wir eine super Aussicht auf den Ozean. Die Preise waren natürlich dementsprechend, über das Doppelte was man hier so normalerweise zahlt, was bedeutet dass ich für ein 10 Oz. Sirloin Steak $25 hinlegen musste, was für Schweizer Verhältnisse immer noch wenig ist. Beschämend muss ich zugeben dass dies mein erstes Steak in den Staaten war und es hatte den Namen Steak wirklich verdient! Nachdem wir gesättigt waren machten wir uns auf weitere Kollegen aufzuladen, doch zuerst mussten wir zurück zu unserem Auto gelangen. Als wir dort angekommen waren und wir unsere Parklücke verlassen hatte zog ein am Rande geparktes Auto unsere Aufmerksamkeit auf sich. Da wir so oder so in der falschen Richtung unterwegs waren nutzte ich die erst Möglichkeit für einen U-Turn. Als wir dann zurück an der Stelle waren konnte ich mein Auto direkt hinter dem anderen abstellen. Wir stiegen aus und begutachteten das neuste Meisterwerk aus dem Silicon Valley, den Tesla Roadster Sport! Das erste Elektroauto, welches nur 4 Sekunden braucht um aus dem Stand auf 100 km/h zu beschleunigen! Als wir unsere Fotos gemacht hatten, Steuerten wir die Wohnung eines amerikanischen Kollegen von Kristina an, danach tippten wir die Adresse einer weiteren Schweizer Kollegin ins GPS, welche für einige Monate eine Sprachschule in San Diego besucht. Einmal komplett peilten wir dann das Jhonny V an, ein Lokal welches Bar und Club in sich vereint. Dort war dann Party angesagt, es war recht cool, jedoch schliessen die Lokale auch in San Diego um 1.30 Uhr und wir mussten ein weiteres Mal mit halb gesättigtem Party verlangen den Rückweg antreten ;)

Für den 4. Hatten wir dann ein Barbecue am Strand vorgesehen. Wir machten uns auf um Steaks, Chips etc. einzukaufen und danach fuhren wir in Richtung Strand. Wie weiter oben schon erklärt ist das einer der Standard Pläne der Amerikaner oder zumindest derjenigen welche in Küstennähe sind. Dies bedeutete natürlich Stau und ewiges in den Quartieren herum fahren um einen Parkplatz zu finden! Nach etwa einer halben Stunde hatten wir dann Glück und fanden ein Plätzchen um unser Auto zu parken. Wir machten uns dann auf den Weg den Rest der Gruppe zu suchen, als Kristina ihren Kollegen anrufen wollte, nahm dieser nur kurz ab und erklärte dass er im Moment verhindert ist, da er einen illegalen U-Turn gemacht hat und das ganze unter Beobachtung eines Polizisten. Somit erklärte er uns wo in etwa der Rest der Gruppe sei. Da wir den Rest aber nicht wirklich kannten und die Beschreibung des Platzes ungenügend war (am Strand ist bei einem 2-3 Kilometer langen Strand leider nicht ausreichend) beschlossen wir zu warten bis er seine Unterhaltung mit dem Polizisten beendet hatte. Als wir des längeren nichts hörten rief Kristina ihn an und er erklärte dass er bereits bei den anderen sei. Er konnte uns den Platz ein bisschen besser beschreiben, trotzdem blieb die Beschreibung wage. Nichts desto trotz fanden wir sie dann und als wir dort ankamen waren sie daran zu diskutieren was sie machen wollen. Die Hälfte der Gruppe hatte kalt, da es nicht besonders schönes Wetter war und so beschlossen sie dass sie die Party in eines der Apartments zu verlegen. Da wir nicht wirklich Lust hatten den ganzen Tag drinnen zu verbringen fuhren wir mit dem Auto zurück zu Kristinas Wohnung, wo unsere Steaks mit einer Bratpfanne Vorliebe nehmen mussten. Danach machten wir uns auf in Richtung San Diego Downtown. Als erstes hiess es natürlich wiederum einen Parkplatz suchen. Dies erwies sich aber durchaus simpel und schon nach einigen Minuten liessen wir unser Auto hinter uns und wir machten uns zu Fuss auf Erkundungstour.

Da wir gerade neben dem Baseball Stadion geparkt hatten, liefen wir als erstes dort durch und bestaunten dessen Grösse und Pracht. Danach liefen wir durch das gaslamp quartier um zum Convention Center zu gelangen. Von dort aus konnten wir den Hafen beobachten und an diesem Tag hatte es die einte oder andere Yacht vollgeladen mit Leuten und bereit um den Independence Day zu feiern. Wir machten uns dann vom Convention Center aus auf um das Hafengebiet zu erkunden. Dort hat es einige nette Gebäude, welche entweder als Restaurant oder als Souvenir Shop fungieren. Neben den Shops hat es natürlich auch viele Strassenkünstler welche versuchen den Touristen das Geld aus den Taschen zu reissen. Einer dieser Künstler bildet Steintürme, was eigentlich sehr trivial tönt, jedoch macht er dies ohne Leim, Draht oder sonstige Hilfsmittel, das ganze beruht auf Gleichgewicht und Balance. Eine weitere Attraktion sind die vielen Statuen wobei die meisten was mit der Marine zu tun haben. So hatte es eine riesige Statue mit einer aus fast allen Kriegsfilmen bekannten Scene, in welcher der Soldat seine Angetane zum Abschied oder zum Wiedersehen küsst. Diese Statue ist immens und wenn man daneben steht, ragt man knapp bis zum Knöchel. Daneben hat es noch diverse andere aus Bronze gegossene Statuen in welchen sich Soldaten und ihre Familien umarmen. Ein weiteres Highlight des Hafens ist der Flugzeugträger. Wir erkundeten das Schiff zwar nicht vom inneren, jedoch konnten wir auf dem Deck diverse Flugzeuge ausmachen. So standen dort eine Hornet, eine Hunter, eine Tomcat und viele mehr. Ein weiteres Highlight des Hafens sind die Walewatching tours die man von dort aus starten kann, jedoch hatten wir natürlich keine Zeit um ein paar Walen nach zu spienzeln zu gehen und wir machten uns dann langsam wieder auf in Richtung Downtown. Auf dem Weg dorthin legten wir noch eine kurze Kaffeepause in einem Starbucks ein. Als wir wieder im Gaslamp quarter waren hatten wir dann die Idee eine Penthouse bar zu suchen um vom Dach eines der vielen Wolkenkratzer das 4th of July Feuerwerk zu beobachten. Im Mariot Hotel wurden wir dann fündig und wir waren richtig erstaunt dass wir dort ohne Probleme hinein kamen. Wir drängten uns dann durch die Menschenmasse und konnten sogar ein Plätzchen direkt am Rande der Bar finden. Dies bot uns eine ausgezeichnete Aussicht auf die Stadt und die Küste. Somit mussten wir nur noch warten bis das oder besser gesagt die Feuerwerke begannen. Kurz vor 9 Uhr startete dann das erste weit unten im Süden, das Feuerwerk war so weit entfernt dass wir sogar vermuteten dass es von Tijuana aus abgefeuert wurde. Dann Punkt 9 Uhr begann ein weiteres Feuerwerk, diesmal näher, jedoch halb von einem der vorderen Gebäude verdeckt. Wir hatten schon Angst dass wir deshalb so einfach in diese Bar kamen, da die Aussicht auf das Feuerwerk nicht gut sei. Jedoch hofften wir dass es noch weitere Feuerwerke haben wird, welche wir besser bestaunen können. Und so war es circa 10 Minuten später startete die erste Rakete vom Convention Center aus und diesmal hatten wir eine Ideale Aussicht. Es war phänomenal und ihr könnt einige der Pics auf meiner Picasa Seite anschauen gehen. Nachdem die letzte Rakete den Himmel erleuchtete, machten wir uns dann langsam auf um zurück nach Hause zu gehen. Dort angekommen setzte plötzlich unser Hungergefühl ein und wir erinnerten uns, dass wir noch gar kein Abendessen hatten. Glücklicherweise befindet sich gerade neben Kristinas Haus die Southbeach Bar, welche ausgezeichnete Fish Taccos hat (mmmmmhhhhhhh Fish Taccos!!!!!!!). Und so nahm unser 4th of July weekend eine ausgezeichnete wende! Und so gut normale Fish Taccos auch sind, sie können denjenigen der Southbeach Bar einfach nicht das Wasser reichen, deshalb kommt jetzt die Fish Tacco Hymne:

Fish Taccos, Fish Taccos, mmmmhhhhh, mmmhhhh, mmmhhhh!
Fish Taccos, Fish Taccos, schalalalala!
Fish Taccos, Fisch Taccos, mmmmmmhhhh, mmhhhhh, mmmhhhhh!
Fish Taccos, Fisch Taccos from the Southbeach bar!

Ich kann alle diejenigen, welche mich jetzt verrückt halten durchaus verstehen, hoffe aber dass ihr mich wenn ich zurück in die Schweiz komme nicht gerade einliefert. Könnte auch nur ein vorübergehender Effekt der Sonne und des vielen Salzwassers sein welches ich ab und zu während dem surfen degustiere. Doch zurück zu meinem letzten Wochenende, welches leider schon fast zu Ende war. Oder besser gesagt, dass meinige dauerte noch einen weiteren Tag an, da Kristina jedoch im Moment ein Bisschen viel zu tun hat, konnte sie es sich nicht leisten den Montag Blau zu machen. Somit machte ich mich dann am Montagmorgen wieder in Richtung Irvine auf und so gerne ich auch an die Uni gegangen wäre, blieben mir die Türen an diesem Montag verschlossen, da dieser offiziell frei war (sooooooo schade! ;)). Jedoch machte ich dann nicht mehr viel was hier nennenswert war.

Freitag, 25. Juni 2010

Venice Beach, L.A. Downtown, Beverly Hills, Bel Air and Malibu

Dear friends, the last weekend we planned to stay in the region and to visit L.A. and its surrounding. On Saturday I met Kristina and we decided to do a beach day. Our target was the famous venice beach. It took us some time to go there, because there was a lot of traffic and once there we had to find a parking spot. This wouldn’t be so complicated if only they would accept credit cards, but they didn’t and since we now are used to pay everywhere with plastic, we didn’t have enough paper. So we first had to find an ATM and then we could buy our entry to the parking lot. Once there we took our cameras and started to walk around on the beach, but in the beginning we walked in the wrong direction. So we still had the beach, but we didn’t see a lot of the stuff famous for venice. But still it was nice to get some lovely beach pictures.

We then decided to turn around and to walk back and then to go in the other direction. After we passed the parking lot, first there was a passage where we passed a lot of the beach houses. It was amazing to see them and most of them were very special and some seemed that somebody realized his dream from childhood. So there was one that looked like a giant tree house. And there were others looking like jungle houses etc. Once we passed this passage, we came to the most famous part of venice beach, the gym directly on the beach, the tennis and basketball courts, the skateboard park etc. We passed all this on the beach walk and on the right side there were all the little shops, bars and bistros from venice. We decided to walk further on the beach walk to get an impression of the rest of the promenade of venice. It was amazing to see what you all could get there. It started with simple fruits, water and drinks, some snacks and foods to T-shirts and souvenirs up to medical descriptions of marihuana. Yes, this is true; we crossed probably about three to four places, where they advertised the doctoral prescription of weed. By now, in the state of California it is forbidden to smoke weed, but if you get a receipt from your doctor it becomes legal. They assume that soon it will be legalized, but for the moment they are in this grey zone. So they have different cabinets, which are “specialized” to prescribe weed ;) We didn’t try to find out how hard it would be to get one of these documents, but I doubt that you would walk out of these cabinets without your receipt. There was even one cabinet, advertising for weed and botox. For the second one they had a slogan like botox on the beach! I think it is the best if you will rest just after a botox treatment on the beach with all the sand and the sun! ;) But in terms of advertising it is amazing what you see around here, if you drive along the highways you see all these ads for lap-bands and one of my first impressions of California was when I took the shuttle from LAX down to Irvine and there was a huge poster advertising faked tits for $2999 ;)

We walked further on until the end of the promenade and then we turned around and decided to go for a drink and something to eat in one of the many bistros and wait there until sunset. It was amazing to sit there and observe all the people passing by. Once we finished with dinner we were surprised, then other than normal they didn’t directly bring the bill, but they asked us if we’d like some more drinks etc. Typically once you finished with your dish, here they come and take your plate even if the others still have some food on theirs. And once they took the last plate, they directly bring the bill. But here it was different and so we had to ask for the bill. Then we walked towards the beach and waited until sunset to take some amazing pictures. Once the sun was down we walked back in direction of the car and then we drove back towards Irivne.

The next day we wanted to explore some more L.A. and its surrounding. After we got up, we decided to go to Starbucks to have some breakfast. Then we put the coordinates of the L.A. union station into our GPS, started the motor, released the brakes and made us on the way up to L.A. Once we were there we parked in front of the union station. So we started by exploring L.A. main station, that is supposed to be one of the most beautiful stations over America, built in 1939 in a Spanish style. From there we decided to take the metro to go up some blocks and after two stops we left the wagon and started to walk around in the city. First we went to the Westin Bonaventure Hotel. This is not only a hotel, but there is a complete shopping mall in the basement of this hotel. In the center of the hotel there is a nice bar and some restaurants. The lower floors were all kind of open, so that there was a kind of a big entry hall with all these galleries and passing ways. On one of the floors there were small balconies with sofas and on another one there were some training equipment and there was a track to do some jogging on this floor. We then took the elevators to go a little bit up to get a good view over downtown L.A. the nice thing about these elevators is that they are on the outside of the building and they are made out of glass, so that you can enjoy the panorama out of the elevator. We also changed the elevators, so that we could get the view of the different sides of the hotel.

Once we had all of the different views we left the building and walked in direction of the Walt Disney Concert hall. It was about a 10 minutes’ walk until we saw the shiny roof and the tip of the hall. We had a nice day and the building is pretty amazing. It is hard to describe it, so best is to post here some pictures and then you can have a look at the rest that are on my Picasa page. The building gives a nice background for pictures and so besides us there were a lot of other people with cameras using the location as coulisse. Once we had enough pictures we started to walk back to the union station. It took us some time, but it was also a good possibility to see some more buildings and places of interest in Los Angeles. Once back in the car we decided first to drive by Mulholland drive, which offers some nice places with a great view over Los Angeles and from there you also see the Hollywood sign. It’s not the best place for the second one, but at least we could take some pictures. From Mulholland drive we drove then down to Hollywood and went onto the sunset boulevard. This leaded us through Beverly Hills, Bel Air to the Pacific. It was nice to drive through all this big Villas, but in the end most times you only see some gate entrances and the hedge of the properties. Once we were on the Pacific coast we went onto the pacific coast highway, facing towards Malibu. It took us some time to get up there and once you’re there it’s not so spectacular, because you only see the street side of the houses and most part of the beaches are private, so you have no chance to get there. We still found a public beach, where we walked a bit around and waited for the sunset, but right now it isn’t this good for taking sunset pictures, because the sunset is behind the beach in the mountains. We spent some time on the beach and decided afterwards to travel back to Irivne, after all Kristina had to catch the train to San Diego.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Graduation Party and Wild Animal Park

Das letzte Wochenende stand Rodrigo’s und Robin’s graduation an. Ich nahm zwar nicht am offiziellen Teil statt (ich fürchtete dass das Ganze zu lange dauern wird und ich liess mir sagen dass es ca. 1.5 Std. dauerte bis alle über die Bühne gelaufen waren). So ging ich dann gegen Abend zur Party, an welcher Familie, Professor und Lab teilnahmen. Es wurden Hamburger gegrillt und jeder konnte diese mit diversen Beilagen bedecken. Ausserdem hatte es auch das einte oder andere Bier und da Rodrigo von Mexico kommt natürlich auch Tequilla. Eine andere mexikanische Tradition ist die Pinada, eine Puppe gefüllt mit Süssigkeiten und an einem Seil befestigt. Diese wird dann herum geschwungen und ein mit Stock bewaffneter Jäger, der jedoch die Augen verbunden hat versucht die Puppe zu knacken um an ihren Süssen Inhalt zu kommen. In unserem Fall hatte die Puppe natürlich die Gestalt einer Corona Flasche. Und Rodrigo übernahm die Rolle des Jägers. Als die Flasche dann gebrochen war und am Boden herum lag, stürzten sich natürlich alle darauf um möglichst viele Süssigkeiten zu ergattern.

Im späteren Verlauf des Abends tauchte dann eine Flasche auf welche Horacio von einer Asienreise mitgebracht hatte. Die Flasche war wie so viele ihrer Artgenossen mit Alkohol gefüllt, was diese jedoch von den anderen unterschied war dass sie neben dem Alkohol noch andere Objekte enthielt. Ganz ähnlich der Williams Birne in der Williams Flasche, jedoch war in dieser Flasche keine Birne, sondern eine Kobra. Es wurde lange gerätselt ob die Flasche geöffnet werden soll oder nicht, denn sie wurde für einen speziellen Moment aufgehoben. Am Ende wurde die Party zu einem speziellen Moment ernannt, da immerhin zwei Leute ihren PhD abgeschlossen haben und dies wahrscheinlich die letzte Chance für diese beiden war um von diesem Schnaps zu probieren. Danach wurde ein Messer geholt und Horacio machte sich daran die Flasche zu entkorken. Schnapsgläser wurden herangebracht, gefüllt und auf einem Tablett präsentiert und die mutigen an dieser Party traten hervor um sich der Aufgabe zu stellen. Ich wollte mir natürlich eine solche Chance nicht entgehen lassen und ergriff ein Gläschen. Das Gesöff stank widerlich (entschuldigt meine Ausdrucksweise, jedoch kann man es nicht viel anders beschreiben) und schmeckte natürlich auch nicht viel besser! So leerten wir in der Runde unsere Gläser, wobei einige meinten dass es gar nicht so übel sei. Diese waren jedoch in der Unterzahl, die meisten verzogen ihre Gesichter und in ihren Köpfen kreiste wahrscheinlich derselbe Gedanken wie in meinem: „Warum kann ich bei solchen Sachen nicht einfach Nein! sagen?“ Das schlimmste jedoch war das sich dieser Schnaps dann von Zeit zu Zeit wieder meldete und den fauligen Geschmack vom Magen durch die Kehle zurück in den Mund brachte.

Als ich am Sonntagmorgen dann aufwachte, war der Geschmack zum Glück verflogen und ich konnte die restlichen übrig gebliebenen Geschmäcker von der letzten Nacht mit einem zünftigen Frühstück vertreiben. Danach packte ich meine Sachen, machte mich auf um Yihao aufzuladen und wir fuhren gemeinsam Richtung Süden. Als erstes fuhren wir nach San Diego um dort Kristina abzuholen, danach peilten wir den Wild Animal Park im Norden von San Diego an. Einmal dort angekommen begaben wir uns in den Park. Zu Beginn galt es natürlich wie in jedem anderen Park erst einmal einen Überblick zu verschaffen und sich zu orientieren. Dass wir am Eingang eine Karte geschnappt haben kam uns da natürlich sehr zu Hilfe. Wir beschlossen mehr oder weniger direkt zu dem „Basecamp“ für die Safari zu gehen, da uns mehrere Leute erklärt hatten dass dies die Hauptattraktion des Parkes sei. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Halt an einer kleinen Vorführung, dort hatte es zwei Trainer, welche mit einem angeleinten Gepard herum liefen und über die Tiere berichteten und das Verhalten der Tiere erklärten. Dies war äusserst eindrücklich wie sie mit dieser Wildkatze dort herum laufen konnten und wie ruhig diese war und sich genüsslich zur Schau stellte.

Danach fanden wir ein bisschen weiter im Süden des Parkes die Haltestelle für die Safari. Wir mussten uns natürlich aufreihen und in einer Schlange auf einen Platz in einem der „Busse“ warten. Das ganze ging aber sehr zügig vorwärts und schon bald sassen wir in einem der Wagen unsere Kameras geladen und bereit um möglichst viele gute Schnappschüsse zu knipsen. Auf der Safari sahen wir Giraffen, Nashörner, div. Antilopen, Büffel, Geier und vieles mehr. Ich will euch nicht mit der ganzen Tour langweilen und denke dass die Bilder in dem Picasa Webalbum mehr aussagen als wenn ich hier alles Schildere. Das einzige was ich hier hervorheben möchte, ist das während der Tour eine der Antilopen Kühe gerade am Gebären war und wir dies betrachten konnten. Die Tour Leiterin brachte unsere Karawane zum stoppen, denn sie musste dies natürlich der Parkleitung melden, damit diese das ganze beaufsichtigen konnten.

Danach machten wir uns dann zu Fuss unterwegs um den Rest des Parkes zu erforschen. Dies kam einem Zoobesuch ganz ähnlich, jedoch war das Terrain viel weitläufiger und die Gehege im Allgemeinen grösser als in einem Zoo. Eine der grossen Enttäuschungen war dass als wir am Tiger Gehege ankamen dort keine Insassen auszumachen waren. Wir standen zwar für eine längere Zeit dort und versuchten die Katzen ausfindig zu machen, jedoch mussten wir ohne Erfolg aufgeben. Ich denke dass diese zu dieser Zeit in ihren Stallungen waren, denn die Sonne setzte uns schon ziemlich heftig zu und es hetzte schon der einte oder andere Tropfen Schweiss meine Stirn runter.

Obwohl der Rest des Parkes einem Zoo glich, muss ich sagen dass mir der Wild Animal Park besser gefiel als der San Diego Zoo. Die Tiere sind in viel grösseren Gehegen und in den grossen Gehegen welche wir auf der Safari besichtigten, waren so viele verschiedene Tierarten zusammen in einem steppenartigen Gehege, dass dies schon fast der natürlichen Umgebung der Tiere entsprach und diese sich auch viel anders verhielten als in einem normalen Zoo. So trotteten wir den Rest des Nachmittags durch den Park und beobachteten all die verschiedenen Tiere. Danach machten wir uns auf den Weg zurück nach San Diego. Kristina musste noch kurz an die Uni um Sachen vorzubereiten für ihre Experimente am Montag und so machten wir einen Stopp an der UCSD. Dort gingen wir zuerst in ihr Lab und danach führte uns Kristina noch ein bisschen auf dem Campus herum und zeigte uns einige Gebäude. Danach nahmen wir das Auto um zurück zu Kristinas Appartement zu fahren. Einmal dort angekommen beschlossen wir in einem Pub noch ein Bier trinken zu gehen und als wir dort waren lief natürlich auch das NBA Final L.A. Lakers gegen die Boston Celtics. Leider verloren die Lakers dieses Spiel und mittlerweilen steht die Serie mit 3:3 unentschieden und das Final wird diesen Donnerstag in L.A. abgehalten.

Als das Spiel dann vorüber war machten wir uns dann auf den Rückweg, immerhin hatten wir noch eine gute Stunde Autofahrt vor uns.

Sonntag, 6. Juni 2010

Santa Barbara

Es ist wieder mal Zeit für einen Wochenendrückblick, ich sollte dies noch machen bevor ich Richtig in das nächste Wochenende eintauche. Für das letzte Wochenende stand Santa Barbara auf unserem Plan. Wir haben erst später rausgefunden dass dies das Memorial Day Wochenende war. Der Vorteil war, dass der Montag frei war und wir die Option gehabt hätten noch einen Tag zu verlängern. Ich hatte zusammen mit Kristina abgemacht um da rauf zu fahren und wir trafen uns dann in Santa Barbara mit Andrea und einem seiner Stanford Kollegen. Die Fahrt verlief äusserts ruhig und diesmal kreuzten wir keine Couches oder ähnliches ;-) Das einzige kleinere Problem hatte Kristina, denn als sie den Zug in San Diego Oldtown nehmen wollte wurde ihr erklärt dass der Amtrak diese Station nicht bedient (Das letzte Mal fuhr sie genau zu der Haltestelle ;-) und sie musste dann noch Bahnhof wechseln!) Jedoch kam sie dann mit einer kleinen Verspätung in Irvine an und wir machten uns auf den Weg Richtung Santa Barbara. Wir kamen etwa um 10h da an, checkten in und beschlossen dann etwas essen zu gehen und auf die anderen zu warten. Das ganze erwies sich schwieriger als wir dachten, denn die Restaurants schlossen alle genau Punkt 10pm! Wir hatten dann die Idee nach einer der vielen Fastfood Ketten Ausschau zu halten, jedoch die einzige die wir fanden war Subway und diese war geschlossen! Wir beschlossen dann uns zum Auto zurück zu begeben und dann mit der Hilfe des GPS etwas zu finden, jedoch stolperten wir auf dem Rückweg über einen Mexikanischen schnell Imbiss. Das Äussere dieser Fressbude weckte zwar nicht den Anschein nach Hygiene, jedoch sah es äusserst verlockend aus. Somit orderten wir Burritos und als wir so da standen fuhr ein Truck vorbei und einer der Insassen rief uns entgegen: „I hope you’ll get diarrhea!“ Wir fassten dies mit Humor auf und machten unsere eigenen Witze am folgenden Tag, aber glücklicherweise hatte er unrecht! Wir hatten unsere Burritos und beschlossen zurück ins Motel zu gehen und uns auf die nächste Aufgabe vorzubereiten, die da wäre: Lotse die anderen zum Hotel! Denn diese waren ohne GPS unterwegs und wir zerbrachen uns schon zuvor den Kopf wie wir das anstellen sollten! Als wir jedoch den Highway verliessen, notierten wir Nummer und Namen der Ausfahrt und gaben diese den anderen durch. Wir verliessen den Highway und sahen dort eine Tankstelle, an welcher wir noch kurz rast machten um ein paar Bierchen zu kaufen. Als wir dann aus der Tankstelle rauskamen vibrierte auch so gleich mein Telefon und Andrea erklärte mir dass sie soeben den Highway über die besagte Ausfahrt verlassen haben. Das Timing stimmte perfekt und unsere grösste Sorge an diesem Abend hatte sich aufgelöst! Somit gingen wir zurück zu unserem Hotel, die beiden anderen machten einen Stopp am check-in und wir begaben uns auf zu unserem Zimmer um dort genüsslich unsere Burritos zu vertilgen.

Danach beschlossen wir ins Zentrum zu gehen und dort einige Bars aufzusuchen. Wir nahmen ein Taxi von unserem Hotel aus und dieses setzte uns direkt vor einem Club ab. Als wir vor dem Eingang standen bemerkte Andrea dann dass er keinen Ausweis bei sich hatte und somit musste er mit einem Taxi zurück zum Hotel, in solch einem Fall gibt es keine andere Möglichkeit, diskutieren etc. hilft da nichts! Der Club war cool, jedoch schlossen sie etwa eine Stunde nachdem wir dort angekommen waren. Und so standen wir um halb zwei Uhr morgens immer noch in Partylaune auf der Strasse und mussten feststellen dass nichts mehr offen war! Die einzige Option die uns noch blieb war das Bier, welches wir in einem Geistesblitz zuvor noch gekauft hatten und somit verschoben wir die Party nach Hause in unser Motel Zimmer.

Am folgenden Morgen machten wir uns dann auf in Richtung Strand und Stern’s Wharft. Wir liessen unser Auto an der Beach Promenade stehen und wir schlenderten den Strand entlang. Wir hatten noch nicht gefrühstückt, jedoch war es schon bald Mittag und wir beschlossen unseren Hunger mit einem Fish Tacco zu bekämpfen. (mmhhh Fish Tacco!!!) Das Restaurant war äusserst cool und war mit sehr vielen Accessoires dekoriert, es hatte div. Haie, Fischnetze etc. und in der Mitte war ein Taucher ausgerüstet mit einer antiken Ausrüstung. Dann kam unser Essen mmmmmhhhhhhhh Fish Taccos!!!! Und wir stürzten uns genüsslich auf unsere Fish Taccos mmmmmhhhhhhh!!! ;-) und weils so gut ist grad noch n mal, mmmmmhhhhh Fish Taccos!

Danach machten wir uns auf in Richtung Auto und fütterten unser GPS mit den Koordinaten der Mission in Santa Barbara „The mother of all missions“. Bevor ich aber weiter fahre mit meinen Schilderungen werde ich kurz was über die Leute sagen, mit welchen ich dort war, das habe ich noch ganz vergessen. Die meisten kennt ihr bereits aus früheren Beiträgen. Mit Kristina war ich bereits in den Universal Studios und Andrea rechts im Bild besuchte ich in San Francisco. Die beiden kommen aus der Schweiz und ich kenne sie durch gemeinsames studieren. Links im Bild ist Rune, ein Däne, der zusammen mit Andrea im gleichen Labor schafft und wie wir auch hier ist um seine Masterarbeit zu schreiben. So kamen wir dann an der Mission an und direkt vor der Mission war ein Platz auf dem sie einen Wettkampf? in Strassenbemalungen hatten. Es hatte sehr viele Leute dort die mit Kreide ausgerüstet dem Schwarz des Asphalts den Kampf ansagten. Es war wirklich eindrücklich mit wieviel Geduld und Feingefühl die Artisten an ihre Aufgabe gingen. Danach gingen wir in die Mission um unsere Portion Kultur zu bekommen. Obwohl der Eintritt nur $5 Dollar war, versuchte Andrea den Preis mit allen Mitteln runter zu handeln und bezahlte am Ende einen sagenhaften Preis von $5 :D Das erste was wir in der Mission entdeckten war der Innenhof, ein schöner kleiner Park mit einem Brunnen und ein paar Palmen leider war dieser umzäunt, ansonsten hätten wir uns wahrscheinlich ein bisschen ins Grass gelegt. Danach führte die Tour durch die Gärten mit einigen Grabstätten und dann schliesslich durch die Kirche. Und am Ende der Tour war dann ein kleines Museum mit div. Ausstellungsstücken und der Klosterküche und dann natürlich der obligate Souvenir Shop! Als wir dann die Mission verliessen hatten wir noch die Möglichkeit Bruder Andrea zu treffen und ihn über seinen enthaltsamen Lebensstil zu befragen ;-)

Danach machten wir uns auf Richtung Auto und wir tippten die Koordinaten des county courthouse ein. Das ganze Gebäude ist in spanischem Stil errichtet und der Turm bietet eine Rundum Sicht auf Santa Barbara. Als wir dort ankamen wurden wir von einer Dame am Empfang begrüsst und informiert dass der Eintritt frei ist, jedoch jede „freiwillige“ Spende herzlichst willkommen ist! (Diese freiwilligen Spenden trifft man des Öfteren an so zum Beispiel auch bei Trinkgeldern, unten auf den Rechnungen befinden sich normalerweise angaben wieviel 10, 15 und 20% des Rechnungsbetrages sind und dann natürlich auch die Erklärung dass 10% für einen schlechten Service, 15 für einen guten und 20 % für einen super Service gelten. Ausserdem kann es auch mal vorkommen dass eine Kellnerin direkt ihr Trinkgeld in die Rechnung einträgt ;-) aber zurück zum county courthouse). Die Dame erklärte uns dass es einen Lift in den 4. Stock habe wo auch die Aussichtsplattform ist. Als ich sie dann fragte ob es auch eine Treppe habe schaute sie mich zynisch an, nicht wissend ob ich einen schlechten Witz gemacht hatte oder ob ich wirklich so weltfremd bin um eine Treppe dem Lift vor zu ziehen und erklärte mir dass wir die Treppe bis in den 3. Stock nehmen können, jedoch dann um vom 3. in den 4. Stock zu gelangen den Lift benutzen müssen. Um ihr zu zeigen dass wir nicht scherzten gingen wir dann mit der Treppe in die oberen Geschosse. Im 2. Stock fanden wir einen Ratssaal der offen war, sich jedoch in Restauration befand. Dies schien mir äusserst fahrlässig für Amerika, da es überall Gerüste und Kabel hatte. Da aber die Türe offen war gingen wir rein und machten eine Besichtigung des Saales. Und dort trafen wir dann auch Richter Andrea.

Der 3. Stock war äusserst öde und es hatte nichts nennenswertes da, ausser den Lifttüre ;-) somit begaben wir uns dann in den Fahrstuhl um auf die Top Etage zu gelangen. Als sich der Fahrstuhl wieder öffnete waren wir schon fast auf der Aussichtsplattform, jedoch hatte es zwischen uns und dieser noch einige Treppenstufen!!! Die Aussicht die sich uns dann jedoch bot war phänomenal! Von dort oben sieht man über ganz Santa Barbara mit seinen spanisch angehauchten Gebäuden. Wir merkten dass wir viel Glück hatten als wir dort hin fuhren, denn nach ca. 10 min. auf der Plattform kam dann eine Aufsichtsperson und erklärte uns dass sie das Gebäude für diesen Tag schliessen werden. Somit nahmen wir dann den Fahrstuhl wieder um nach unten zu gelangen und wir begaben uns hinter das Gebäude um uns dort ein bisschen ins Gras zu legen. Jedoch beschlossen wir dann schon bald an den Strand zu gehen um dort unsere Siesta weiter zu führen. Andrea fiel auch sogleich in den Schlaf und Rune kam mit der Idee, dass wir in im Sand einbuddeln könnten! ;-) Somit fingen wir an Sand um Andreas Beine auf zu buddeln und nadisna verschwanden seine Beine dann auch komplett im Sand. Als er dann aufwachte hatte er dann einige Probleme um rauszufinden wieso seine Beine sich nicht bewegen wollten.

Danach begaben wir uns dann ins Wasser um uns abzukühlen und den Sand ab zu waschen. Das Wasser war eiskalt und ich denke nur dank unsere Taktik uns richtig in das Wasser zu werfen gingen wir alle (Männer) rein. Die Uhrzeiger erreichten schon fast ihren Tages-Tiefst-Punkt und bevor wir uns Richtung dinner aufmachten stand noch ein Besuch in dem Hot pot an! Wir bedachten natürlich nicht dass wenn wir uns zu spät zum Essen aufmachten dass wir dann erneut Probleme haben werden um etwas zu finden. Und so kam es dass wir schlussendlich zehn Minuten nach zehn auf der Suche nach einem Restaurant waren, welches noch bediente! Die meisten waren schon zehn Minuten geschlossen und wir hatten keine Chance etwas zu bekommen! Nach langem Suchen fanden wir dann schliesslich ein Plätzchen um unseren Hunger zu stillen. Danach kam das nächste Problem, einen Club oder eine Bar zu finden, welche nicht eine meterlange Schlange vor der Türe hat! Dies erwies sich als unmöglich und nach langem Diskutieren konnten wir uns dann einkaufen um ohne anzustehen in die Bar zu kommen. Danach schloss diese natürlich um halb zwei morgens und wir verlegten unsere afterparty erneut in unser Motel Zimmer.

Am Sonntag mussten wir dann auschecken, wir konnten die Stanford guys (oder besser gesagt nur Andrea) nicht überzeugen das Wochenende zu verlängern und bis am Montag zu bleiben. Nachdem wir unsere Schlüssel abgegeben hatten, machten wir uns dann auf um zu Frühstücken und wir fanden ein sympathisches Restaurant an der Strandpromenade. Ich entschloss mich für Rührei mit Lachsstücken, einfach nur phänomenal! (kann sogar mit den Fish Taccos mithalten ;-)) Danach machten wir uns in Richtung Sterns Wharft auf, wo sich ganz vorne auf dem Pier ein Pelikan mit einem Fischer anlegte. Als wir kamen war dieser gerade drauf und dran einen Fisch zu verspeisen, welcher er wie ich glaube von einem der Fischer geraubt hatte. Der Fischer bemerkte dies auch sofort und schnappte sich den Vogel, öffnete seinen Schnabel und entriss ihm den Fisch bevor dieser in der Kehle verschwunden war. Danach stand der Pelikan noch eine ganze Weile dort in der Nähe herum, nicht ganz wissend was ihm geschehen war und schaute auch immer beleidigt zu dem Fischersmann. Und als dieser sich dem Pelikan ein bisschen näherte, probierte der Vogel sich an ihm zu rächen, indem er nach seinen Beinen schnapte.

Nach diesem Spektakel machten wir uns dann auf den Rückweg Richtung Auto, denn wir wollten noch eine Zeit am Strand verbringen. Durch einen Tipp hatten wir erfahren dass der sogenannte Papillon Strand äusserst schön sei und nach einer kürzeren Autofahrt und ein bisschen suchen schlenderten wir dann im Sand der Küste entlang. Die Pracht des Strandes kann ich nur bestätigen, jedoch bemerkten wir plötzlich dass wir Öl an unseren Schuhen/Füssen hatten. Es war zwar nicht sehr viel, jedoch zu viel für an einem Strand! Ich vermute dass dieses den Weg von einer der unzähligen Ölborplattformen in Küstennähe ausgeloffen ist! Und um auf andere aktuelle Geschehnisse zu verweisen, von derselben Problematik ein bisschen weiter östlich hört man hier äusserst wenig bis gar nichts! Was man nicht hören will wird in den hiesigen Nachrichten nicht wirklich behandelt!

Trotz des Öles genossen wir dann noch ein zwei Stunden den Strand und die Sonne und danach begaben wir uns dann auf den Rückweg.

Freitag, 28. Mai 2010

Concert @UCLA and San Diego Zoo

Dear friends, the last weekend started as normal with some surfing the Saturday morning. The waves were amazing and I had some pretty good rides ;-) This was probably my best surfing day ever ;-) After the surfing we went back to my student home and relaxed in the Whirlpool. Once we got out the pool we went back to Robin to get my car and on the way there we went to a restaurant to get some fish tacos. The whole afternoon I was tired from the surfing and I just lied around and did some reading.

Then in the evening I went back to Robin, our target was UCLA (University of California in L.A.), there was a free concert this evening. On the way up there we picked up a friend of Robin. We had luck with the traffic and so we arrived around 45min. later at our target, but once there came the next problem, the parking. The first UCLA entrance was completely clogged with cars that wanted to park there. So we went a bit further, to the second entrance which was empty and we thought we outsmarted the whole bunch of people trying to park in the other parking. But once we tried to get in the parking, the barrier wouldn’t open and we had to go back. So we tried another parking and we finally found one, but we remarked that we were more or less on the other side of the campus. So we had to walk quite a while until we reached the stage. It was really nice, the stage was in the middle of a park and on both sides of the park they had places where you could get some food. So we had something for dinner and then we looked around for beer. This was the bigger problem, since in America alcohol is banned from all the public places. But finally we found the “alcohol zone”. Here this means most times that you have kind of cages with an entry guarded by some security or police. To enter this zone you have to show a document to proof that you are 21 or elder. Once we passed this barrier we could line up to get our beer. It was kind of strange, because it looked more like a gala than a “bar” for the concert. And there were some strange figures walking around. Later on we remarked that there was a new exposition that opened this night in the museum of UCLA. But I’ll come later on to this point. So we had beer and we were in the “alcohol zone” and there was an open door in the back of the zone. Because there was nothing to do in this zone, we walked through the door into the building and a bit later we were in the elevator bringing us to the main level of the museum. We walked a bit around and there were several expositions that were open so we walked through all this different ancient objects, drinking our beer. This was my first time I drank alcoholic drinks in a museum and this in America! I think even in Switzerland people would stare at you if you walk with a beer through a museum. Besides the “normal” expositions, there was one with a huge line in front, so we decided to line up for this one and after a certain time we could walk through the soundsuits designed by Nick cave. Later on when we left the museum, we remarked that there was an even longer line that we bypassed by sneaking in through the alcohol zone. So you see that drinking can have its advantages ;-) But sorry for all the peoples we bypassed 

So we went back to the concert and listened to the music. It was very peaceful and the people were dancing and all the time there were some soundsuits coming from the exposition to join the concert and dance to the rhythms of the music. And later on there was a invasion of the soundsuits, there were about 10 of them or even more invading the stage and then they started to do a performance. It was pretty cool to observe this spectacle, I think for the people in the soundsuits it was pretty hard, because these suits looked pretty warm and then you have to dance in the middle of a whole bunch of people. Once this performance was over, we decided to go back to the car and go home.

The next morning I picked up Yihao, a graduate student working in our lab. He originally comes from Shanghai and he is in our lab for a couple of months to do some research, before he’ll begin a PhD in South Carolina next September. Our target was in the south, we decided to go to San Diego, but haven’t decided to do anything specific. So we decided to go near Balboa Park and then to look on, once we are there. We arrived just in front of the San Diego Zoo and so we decided to go in and visit. It was pretty nice, because the zoo is huge and I think they have about 4000 different animals. So we walked through the zoo and observed the elephants, the lions, the camels, the tigers etc. One of the main attractions were the polar bears and when we got there they got some food. And one of the bears was even fed by hand, so one of the trainers fed it through the fence. And she explained that they are trained so that they even can do some physical examinations without a narcotic. (What about examine some polar bears in the Tierarztpraxis Öschberg? ;-) ). Another highlight were the Pandas, they had two bears, while one of them had a baby bear. The first one without baby was just lying around, but the second one moved a bit around, but without the baby, it was sleeping in one of the “trees”. We found the same situation in the Koala cages. Most of them were just hanging or sitting around and were sleeping, but at least one of them was moving around.

For other animals it was more a problem to find them in their cages, most of the snakes and saurians were hard to spot. But they had some pretty nice exemplars, like cobras, rattle snakes etc. Another very impressive animal is the komodo dragon, a saurian that can get up to 3m long! We spent the whole afternoon in the zoo, walking around and observing the different animals. At about 5pm we left the zoo and decided to go somewhere near the beach. So we went on the ocean beach, where we walked out on the pier. In the middle of the pier was a café located where we decided to refresh our caffeine reservoirs and we observed the waves. They were pretty big on this day, later on I watched on a surf site, where they report the surf conditions and there they reported that the waves this day were about 10 feet (~3 meters). Before getting back we picked up some fish tacos in one of the bars to eat them on the beach promenade and afterwards we get in our car heading back to Irvine.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Zu Besuch bei alten Schulkameraden

Hallo zusammen, am letzten Wochenende stand das Auffrischen von alten Schulerinnerungen auf dem Plan. Ein alter Primarschulkamerad von mir lebt mittlerweilen in Bakersfield Welches sich etwas mehr als eine Autostunde im Norden von L.A. befindet (sprich für die Verhältnisse hierzulande nahe ist). Doch bevor ich mich am Samstagmorgen auf den Weg Richtung Norden machte, stand noch eine Runde Surfen an. Ich hatte wiedermal mit Robin abgemacht und da ich spätestens um 10 Uhr starten wollte hiess es: Frühsport. So vertrieb um 7 Uhr in der Frühe mein Wecker meine Träume und ich fing an meine Sachen zu packen, die Shorts anzuziehen und den Neoprenanzug einzupacken. Das Frühstück natürlich noch schnell zu mir nehmen, nicht dass mich plötzlich meine Kräfte verlassen und schon sitze ich in meinem Auto auf dem Weg Richtung Costa Mesa. Etwas nach halb acht öffnet mir dann Robin mit einem noch sehr verschlafenen Gesicht die Haustüre und schon bald sind wir dabei das Material in seinen Truck um/ein zu laden. Etwas nach acht Uhr durchnässt dann das erste kalte Wasser unsere Neoprenanzüge und mit dem eindringen wird auch die letzte Müdigkeit verdrängt. Die Wellengang an diesem Tag war stark und es hiess wieder mal nach draussen zu paddeln. Das balancieren geht mittlerweile schon recht gut und ich konnte mich auch bei dem starken Wellengang mehr oder weniger auf dem Brett halten. Jedoch lässt meine Schwimmkondition immer noch zu wünschen übrig und ich musste des Öfteren kleine Pausen einlegen, jedoch kam ich nicht ganz raus in die stille See und ich wendete mein Board etwa in der Mitte des Weges wieder Richtung Küste zu. Ich versuchte einige der Wellen zu schnappen und dies gelang mir auch in ein bis zwei Fällen und eine der Wellen konnte ich sogar richtig Reiten. Das ich nicht ganz raus ging hatte neben dem gegen die Wellen ankämpfen auch noch einen anderen Vorteil, denn weiter draussen waren alle anderen Surfer und es war witzig zu sehen wie sie alle zusammen weiter draussen auf die Wellen lauerten. Die Anzahl und die Tatsache dass sie alle mehr oder weniger auf derselben „Höhe“ waren bringt den Vergleich mit den „Hüener ufem Stängeli“ nahe. Nach etwas mehr als einer halben Stunde begab ich mich dann zurück an den Strand und wartete dort auf Robin und schon bald machten wir uns dann wieder auf Richtung Truck um nach Hause zurück zu kehren. Nach diesem Morgen verstehe ich sehr gut wieso viele Kalifornier am Morgen vor dem Arbeiten noch schnell ein Stündchen Surfen gehen, denn das ganze weckt, man hat was Sport gemacht und es macht natürlich auch Spass ;-)

Ich begab mich dann auf den Weg zurück nach Hause um dort meine „wetsuit“ und Badehose gegen Shorts und T-Shirt einzutauschen, die wichtigsten Sachen zu packen und natürlich die Adresse und Telefonnummer von Alex zu notieren und anschliessend in mein GPS zu programmieren. Und schon war ich wieder auf der I-5 Richtung Norden unterwegs. Der Verkehr um Los Angeles war erheblich und ging nur schleppend vorwärts, als ich mich dann jedoch von Los Angeles entfernte lichtete er sich schnell und ich kam wieder rasant vorwärts. Die Fahrt verlief im grossen und ganzen eigentlich ganz ruhig und ausser dass ich einer Couch mitten auf dem Highway ausweichen musste auch ohne Probleme. Ja! Ihr habt richtig gelesen, eine Couch auf dem Highway! Aber lasst mich ein bisschen ausholen um zu erklären was diese Couch dort zu suchen hatte. Wie bereits schon in früheren Berichten erwähnt lieben die Amerikaner ihre Trucks und besonders diejenigen welche als Pickup bezeichnet werden. Diese bieten den Vorteil dass man hinten eine Ladefläche hat wo man ganz einfach seine Sachen raufschmeissen kann. Dies ist meist auch nicht so problematisch, da die Ladefläche von einem „Geländer“ umgeben ist. Falls man jedoch leichtere Gegenstände einlädt, ist es möglich falls diese ungenügend gesichert sind dass sie vom Fahrtwind von der Ladefläche getragen werden und so ist es eigentlich üblich dass wenn man auf dem Highway unterwegs ist des Öfteren Decken, Schuhe, Kleider etc. antrifft. Da diese Couch aber verständlicher Weise nicht unter die Kategorie der „leichteren Gegenstände“ gehört, lässt es sich nicht mit dem vom Wind von der Tragfläche Theorie erklären. Jedoch standen nach etwa einer Meile Zwei Trucks welche wie oben beschrieben vollgeladen waren und die daran waren ihre Fracht zu sichern. Ich vermute dass sich die Couch von dieser „Karawane“ gelöst hat und als ich sah wie die restlichen Sachen „gesichert“ waren ist es für mich nicht verwunderlich dass sie nicht dem Fahrtwind trotzen konnte. Ich hatte zuvor schon den einten oder anderen Pickup kritisch analysiert, jedoch vermeide ich es nun nach bester Möglichkeit hinter einem beladenen Pickup Truck zu fahren und ich kann es euch falls ihr mal in Amerika seid auch nur anraten. Und ich möchte nicht wissen was ein Sofa mit der Windschutzscheibe anrichten würde!

Doch zurück zur Hauptstory, denn dass ich auf der I-5 unterwegs war hatte den Grund das ich meinen alten Klassenkameraden besuchen wollte. Einige von euch mögen sich fragen wie ich rausgefunden habe dass er mittlerweile in Bakersfield wohnt. Dies ist alles der heutigen Kommunikationsmittel zu verdanken, oder besser gesagt der riesigen Ansammlung an privaten Daten, besser bekannt unter dem Namen Facebook. Ich wusste lediglich dass er sich in dem Grossraum Los Angeles aufhielt und das einfachste um heutzutage Leute ausfindig zu machen ist Facebook. Nach dem eintippen seines Namens hatte ich sofort die Antwort und ich konnte mich mit seinem Profil verlinken und ihm eine Nachricht senden. Technik sei Dank, so einfach ist es heutzutage Leute ausfindig zu machen und ich war froh dass er einen Facebook Account hat denn ansonsten wäre es schwieriger gewesen ihn ausfindig zu machen. Doch genug der Facebook Werbung. Nachdem ich die Couch passiert hatte, erreichte ich schon bald das Ende der „Passstrasse“. Es ist wirklich eindrücklich wenn man auf der I-5 die Berge im Norden von L.A. passiert und sich dann vor einem die weite Ebene öffnet. Von links nach rechts eine riesige Ansammlung an Feldern in der Mitte getrennt durch diese lange und gerade Linie mit der Bezeichnung I-5. Diese Ebene hatte ich zumindest teilweise zu durchqueren und nach ca. einer halben Stunde kam ich dann wieder zu einer grösseren Ansiedlung an Häusern. Dazwischen hatte es nur ab und zu mal eine Tankstelle oder eine Raststätte aber nicht viel mehr. Somit war ich in Bakersfield angekommen und das GPS übernahm die Aufgabe mich an die richtige Adresse zu lotsen. Und schon bald fand ich mich an der richtigen Adresse. Dass die Hausnummer 8101 an der Camino Media zu einer ganzen Siedlung gehört merkte ich erst als ich versuchte mich zu orientieren und den Plan der Siedlung studierte. Da realisierte ich auch dass Alex mir ja noch eine weitere Nummer gegeben hat. Als ich die „Wohnungsnummer“ auf dem Plan ausfindig gemacht hatte entschied ich dann auch sofort wieder zurück zum Auto zu gehen und mich motorisiert in die nähere Umgebung dieser Nummer zu begeben. Und so kam es dass ich schon bald danach gespannt die Hausglocke der Nummer 171 betätigte und gespannt auf das Öffnen der Türe wartete. Und schon bald erschien dort im Spalt zwischen Türe und dessen Rahmen mein alter Klassenkamerad Alex im Zimtstern T-Shirt welches ihn mit dem Slogan auf der Brust als „Siebesiech“ bezeichnete. Zuerst war es ein Bisschen komisch so weit entfernt von zu Hause ein altbekanntes Gesicht zu treffen. Er stellte mir seine Frau und sein Sohn vor und machte sich auch schon bald darauf ans kochen. Immerhin war es kurz nach 1 Uhr und der Hunger fing an sich bemerkbar zu machen. So fingen wir an zu quatschen, am Anfang ginge es darum welche Wege wir eingeschlagen haben, was wir unterdessen machen wie es dem Rest der Familien in der Schweiz so geht etc. Er erzählte mir dass er im 2003 nach Amerika ausgewandert ist, wo er in Ventura an eine Filmschule ging. Dort lehrte er dann seine Frau kennen, welche ein Jahrgang unter ihm ist. Kurz vor dem Ende seiner Schulzeit heirateten sie dann und er arbeitete noch eine Zeit an der Schule bis seine Frau dann auch abgeschlossen hatte. Anschliessend fand er einen Job in Bakersfield, bei einer der lokalen Studios von NBC. Zusammen mit seiner Frau hat er auch ein Fotostudio, in welchem er am Wochenende je nach Auftrag aushilft. So erzählte er mir dass sie des Öfteren an Wochenenden in Santa Barbara sind um dort Hochzeitspaare und deren Gesellschaften abzuknipsen. Im Verlauf des Nachmittags fuhren wir dann zusammen in sein Studio, wo er mir seinen Arbeitsplatz zeigte und mir seine Aufgaben erklärte. Ausserdem zeigte er mir auch die diversen Studios. Leider habe ich meine Kamera zu Hause vergessen und somit kann ich euch keine Bilder zeigen  Sein Sohn war mit von der Partie, eigentlich ist er normalerweise um diese Zeit am Mittagsschlaf, jedoch wollte er an diesem Tag nichts von einer Siesta wissen. Er zählt etwas mehr als eineinhalb Jahre und läuft und klettert in der Wohnung rum, so dass kein Laufgitter gross genug ist. Ausserdem haben es ihm alle Arten von Knöpfen angetan. Einer seiner beliebtesten war der Hauptschalter des Fernsehers, denn da geht natürlich nach dem Drücken auch eine Reihe von Lichtern an. So kam es, dass als mir Alex sein Büro zeigte der kleine Schnurgerade auf das Telefon zu watschelte und anfing auf der Tastatur rum zu drücken. Wir mussten den kleinen Andersen die ganze Zeit im Auge behalten, denn er war immer irgendwo auf der Suche von Knöpfen die gedrückt werden möchten. In den Studios war nicht so viel los, immerhin war ja Wochenende, jedoch hatte es einige Leute die natürlich die Ausstrahlungen überwachen mussten und auch an den Vorbereitungen für die abendlichen News waren. Alex beschäftigt sich hauptsächlich mit Werbungen und kreiert diese von der Idee bis zum endgültigen Schnitt ganz nach den Wünschen seiner Kundschaft.

Nach der Tour kehrten wir dann zu seiner Wohnung zurück, seine Frau Austin hatte noch einen Auftrag und brauchte das Auto um zum Vereinten Treffpunkt zu fahren und einige Bilder zu knipsen. Und wir begaben uns mit dem Kleinen auf einen der Spielplätze der Siedlung. In der Nähe des Spielplatzes hatte es auch einen kleinen Teich, welche in etwa die gleiche Anziehungskraft auf Andersen ausübte wie auch die Knöpfe und wir mussten immer Acht geben dass er nicht zu nahe ans Wasser ging. Danach fing es schon an zu dämmern und ich machte mich langsam wieder auf in Richtung Süden mit dem Ziel Irvine in mein GPS einprogrammiert. Immerhin hatte ich fast zweieinhalb Stunden zu fahren. Diesmal war aber alles Regelkonform und auch der Verkehr in L.A. war sehr angenehm und so kam ich dann gegen Neun Uhr auf dem Parkplatz meines Studentenheimes an und nach einem kleinen Imbiss war ich so müde dass ich mich ins Bett begab und schon bald in tiefen Schlaf versank.

Am Sonntag war dann nicht so viel los eigentlich wollten wir ein bisschen an den Strand gehen, jedoch war das Wetter nicht all zu schön, was uns einen Strich durch die Rechnung machte. Mit der Ausnahme von meinem Besuch im Fitnessraum des Studentenheimes war ich sehr lethargisch machte nicht allzu grosse Sprünge.