Mittlerweilen ist schon mehr als eine Woche verstrichen und ich werde mich daran wagen euch ein bisschen vom amerikanischen Lebensstil erzählen, so wie ich ihn bis jetzt kennen lernte. Als erstes bin ich jetzt stolzer Besitzer einer amerikanischen Kreditkarte. Diese 5.4 x 8.5 cm2 Plastik haben hier zu Lande einen unschätzbaren Wert. Bis jetzt hab ich das meiste noch mit Cash bezahlt, wurde aber des Öfteren ein bisschen schräg angeschaut, vor allem wenn es um grössere Beträge ging. Die Kreditkarte ist das Zahlungsmittel Nr. 1 gehe es um die Wöchentlichen Einkäufe oder um das Bezahlen von 2 Kopien im Copyshop! Ja, ihr habt richtig gehört, als ich ein paar Kopien brauchte schob ich meine (dazumal noch Schweizer) Kreditkarte in den Apparat und Kopierte mal für ein bisschen mehr als einen Dollar. Aber auch das „Znüni“ und der Kaffe werden mit der Karte bezahlt. Und somit wären wir schon beim nächsten Punkt, dem Kaffe angekommen. Das gute am Kaffe ist, hierzulande ist er wirklich billig! Durchschnittlich bezahlt man zwischen $1.50 und $2 wobei es natürlich auch immer auf die Grösse ankommt. Dabei wählt man zwischen small, medium und large aus. Diese Grössenangaben haben aber weniger mit Ristretto, Espresso und Kaffe zu tun als vielmehr mit den Grössenangaben der Getränkebecher im Mc Donnalds! Der Kaffee selbst ist dann meist ein Filterkaffee, sprich sehr dünn und mässig im Geschmack! Aber wenigstens erfüllt er die Aufgabe die körperlichen „Koffeeinmängel“ auszugleichen.
Heute hatte ich eigentlich vor ein bisschen die Umgebung zu erkunden und voller Entdeckerlust ging ich dann im Internet auf Recherchen nach den nächsten Bushaltestellen, Fahrplänen etc. Das ganze wandelte sich mit andauernder Länge der Suche immer mehr in Frust um und am Schluss war ich weniger auf der Suche nach Bushaltestellen, als vielmehr nach gebraucht Wagen, die billig zu erwerben wären. Mittlerweilen bin ich froh dass ich mich nicht auf Entdeckungstouren auf machte, da bei uns das Wetter umgeschlagen hat! Im Moment ist es zwar ruhig, jedoch hat es kurz zuvor geregnet und leicht gestürmt! Das ganze hielt zwar nur wenige Minuten an, ich bin aber sicher falls ich draussen gewesen wäre, wäre ich jetzt „pflotschnass“! Ansonsten war das Wetter bis jetzt eigentlich mild und ganz erträglich. Meistens bin ich im T-Shirt unterwegs bei angenehmen 20 Grad.
Ein weiteres Lebensmittel das hier normalerweise nicht in der selben Form wie in Europa gefunden wird ist das Brot. In den meisten Supermärkten findet es sich nur in toast Form und vielmehr als Weissbrot muss man auch nicht verlangen. Ein weiterer Punkt dem man Aufmerksamkeit schenken muss ist der Salz respektive der Zuckergehalt des „Gebäcks“. Ausserdem ist die Konsistenz normalerweise viel weicher als wir es in der Schweiz kennen. Der Vorteil des Brotes hier ist soweit ich das beurteilen kann, dass das Brot sehr lange im Lebensmittelschrank stehen kann ohne hart zu werden. Jedoch muss ich anmerken dass ich mittlerweilen auch „richtiges“ Brot gefunden habe und ich nun für die Zukunft weiss wo ich mir dieses Lebensmittel besorgen werde!
Das Obst hingegen ist nur zu rühmen, man findet es zwar nicht überall, aber wenn dann normalerweise in guter Qualität und Auswahl. Und hier drüben muss ich mir nicht mal ein schlechtes Gewissen machen, wenn ich mir Granny Smith’s kaufe! Gestern war eine andere Einkaufstour mit meinem Assistenten angesagt und wir waren unteranderem in einer mexikanischen Supermarktkette, welche sehr viel Obst und Gemüse im Angebot hat. Ich hab mir dann spontan noch ein par Mangos geschnappt und muss tadellos zugeben, dass diese hier schon besser schmecken als diejenigen welche wir in der Schweiz kaufen können. Da mein Assistent ein Mexikaner ist, hat er mir dann auch die verschiedenen „Süssigkeiten“ welche im Angebot waren erklärt und so liegen jetzt neben meinem Laptop Mango Schnitze welche mit Chilipulver paniert sind und eine Paste Tamarinde (ist irgend so ne Pflanze die man in Südamerika findet, für genauere Infos siehe Wikipedia!) und Chilipulver. Die Definition von Süssigkeiten treffen für mein Gusto nicht wirklich zu, wobei ich zugeben muss dass die beiden Sachen nicht schlecht schmecken (ist aber ein bisschen gewöhnungsbedürftig).
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mmmhhh, Tamarinde, wott o! Das tönt auso wäuts fein!
AntwortenLöschenWährend du noch mühsam ÖV-Pläne suchen musst, wird bei uns am Salon in Genf ein kluger Kopf einen Kleinwagen vorstellen, mit dem man auf dem Bahnhof direkt in den Eisenbahnwagen hineinfahren kann. Nachdem man Kurzstrecken (bis 100 km) individuell zurückgelegt hat, reist man dann Langstrecken im Zug, aber auch individuell in seiner Reisezelle (arbeiten oder schnarchen) und kann trotzdem die Infrastruktur der Eisenbahn nutzen, wie auch die Batterie des eigenen Fahrzeugs wieder laden. Vermutlich würde die Reichweite von 100 km in den US nicht reichen... Martin
AntwortenLöschenDie Kaffee Erlebnisse durfte ich auch machen und treffen genau zu:) Immer diese viel zu grosse Brühe...! Das Leben ist definitiv anders als in der Schweiz:) Grüsse aus Oregon
AntwortenLöschenChrigu