Sonntag, 28. März 2010

Sonnenbaden und Auto Auktionen

Wieder einmal stehe ich kurz vor dem Wochenneuanfang und möchte euch von meinen neusten Taten und Abenteuer berichten. Diese Woche lief an der Uni nicht allzu viel, da der berühmt berüchtigte Spring Break war. Hier in Kalifornien merkte man nicht viel davon, ausser dass alle Studenten nach Florida oder Miami ausgeflogen waren. Für mich selbst war es ein bisschen spät um einen Trip zu planen, oder besser gesagt, die Preise waren so hoch, dass man wahrscheinlich gleich viel bezahlen würde wie wenn man von Europa aus starten würde. So hiess es für mich anfangs Woche noch arbeiten und ab Donnerstag war dann die Uni geschlossen und somit wurde ich zum regen Benutzer des Pools in unserem Studentenheim. Das Wetter hier eignet sich äusserst gut dazu und wir haben Temperaturen zwischen 20 und 30°C. Ausserdem kann ich dort gut gegen meinen, im Moment noch sehr abrupten, Farbübergang in mitten meines Oberarms ankämpfen.

Während des ganzen Wochenendes war ich ausserdem auch immer im Internet aktiv und war auf der Suche nach guten Angeboten für Autos. Am Schluss entschied ich mich, mich heute nach Santa Ana aufzumachen um dort an einer Autoauktion teilzunehmen. Ich habe mir einige Modelle von Ihrer Homepage raus geschrieben, habe sie im Internet überprüft (hier gibt es einige gute Seiten welche als Referenzen für Kaufpreise dienen) und habe mir eine Strategie zusammengestellt. Am gestrigen Abend habe ich übrigens auch noch den öffentlichen Verkehr gecheckt und habe mir eine Route zusammengestellt um an mein Ziel zu gelangen.

Vorbereitet und in voller Erwartung was der nächste Tag bringen wird ging ich dann ins Bett und schlief so gut dass die Argumente meines Weckers am heutigen Morgen nicht bis zu mir durchdrangen. So erwachte ich in etwa eine Stunde später als geplant war und ich musste einsehen dass ich noch so schnell machen konnte wie ich wolle, aber die Zeit wird nicht ausreichen um zum richtigen Zeitpunkt an der Bushaltestelle zu sein. Somit begab ich mich an meinen Laptop und suchte mir den nächsten Fahrplan raus. Die Zeit schien einigermassen aus zu reichen und es sollte noch einige Zeit übrig bleiben um dann an Ort die Autos an zu schauen. Jedoch verschätzte ich die Zeit die ich benötigte um bis zu der Haltestelle zu kommen und ich musste zu meinem Backup Plan greifen, oder bessergesagt zur Taxinummer. Der Taxifahrer meinte zu meinem ursprünglichen Plan, dass ich wahrscheinlich besser dran bin mit dem Taxi, da die Busse am Sonntag besonders schlecht wären und sie eh nur von Mexikanern genutzt wurden. Der grosse Vorteil für mich war dann dass so meine Ankunft am richtigen Ort garantiert war und ich stand ca. 20 min. später vor dem Eingangstor von Public Motors. Das erstaunliche an der ganzen Taxifahrt war, dass sich der Fahrer nicht der Hilfe des Navis bediente, sondern nur einen kurzen Blick in die Karte warf. (Ich selbst wusste zu dem Moment, dass sollte mein Unterfangen Glücken, ich sehr viel für ein navigations Gerät geben würde. Somit konnte ich das erste von drei Abenteuern abhacken und mich dem nächsten zuwenden, der Auktion.

Wie oben schon beschrieben habe ich mich am vorigen Tag gut auf die Auktion vorbereitet, jedoch merkte ich sehr schnell dass die raus geschriebenen Modelle nicht mehr vorhanden waren und dass somit ein grosser Teil meines Vortages Werkes für die Katz war. Ich richtete mich dann an die zuvor erhaltene Liste und orientierte mich daran. Immerhin war dort der Marktwert aufgeführt (oder hierzulande der Wert den Kelly Bluebook dafür angibt). Und aus meiner Vortages Recherche wusste ich dass diese Werte ziemlich gut stimmen. Was ich zu diesem Zeitpunkt leider nicht begriffen hatte, dass die Autos so zwischen 30-50% dieses Wertes gehandelt werden, was dazu führte dass ich mir nur die ganz günstigen Modelle anschaute (könnte ich nochmal an der Besichtigung frisch anfangen, würde ich mir wahrscheinlich einige weitere Modelle zu Gemüte führen). Am Ende der Besichtigung, resp. Kurz vor der Auktion standen alle gespannt vor dem Gebäude und warteten auf das Highlight des Tages. Einige machten von dem Angebot des „free Food“ gebrauch, was bedeutete man konnte sich eine Tüte Popcorn schnappen. Dieses machte mich nicht wirklich an und ich versuchte mehr von den „free drinks“ zu profitieren, welche ich aber nicht fand. Später an diesem Nachmittag löschte ich dann meinen Durst mit einer Cola aus dem Automaten, welche ich zuvor mit Münzen füttern musste (Somit musste ich zwar bezahlen, jedoch konnte ich somit einige meiner Münzen loswerden!).

Aber zurück zu Hauptgeschehen des Nachmittags. Die „Bühne“ war dann schon bald bereitgestellt, die Autos befanden sich in ihren Startlöchern und der Auktionator gab die letzten Anweisungen. Als erstes versteigerten sie einen DVD Player um zu zeigen wie das Ganze in etwa funktionieren würde und dann gab es noch eine Probe Auktion um ein richtiges Auto, damit auch alle begriffen haben wie das Ganze hier funktioniert. Und danach fiel der Startschuss und schon wurde um das erste Auto geboten. Am Anfang hatte ich sehr mühe den Auktionator zu verstehen und die Knack laute die dieser von sich gab kamen mir eher afrikanisch als englisch vor! Das Ganze war sehr witzig mit zu verfolgen und wer sich ein Bild machen möchte wie das Ganze in etwa so ablief kann dies auf Youtube machen.

Mein Favorit kam dann auch ganz am Anfang unter den Hammer und ich überwand mich bei dem Ganzen mitzubieten. Ich fand richtig Spass daran, wurde jedoch überboten. Es folgten einige andere Autos und ich nahm mir hauptsächlich vor die Preise zu markieren, welche für die Autos geboten wurden, damit ich in etwa einen Referenz Wert hätte, sollte ich nochmals an einer Auktion teilnehmen. Somit fuhren diverse andere Autos an mir vorbei ohne dass ich in das Geschehen eingriff und ich war schon am überlegen welchen Weg ich einschlagen sollte um zur nächsten Bushalltestelle zu gelangen als Widder Kopf erneut mein Interesse zum mitbieten weckte. Dieser gehörte nicht zu einem Dodge Ram wie sie hierzulande des Öfteren anzutreffen sind, nein es war ein kleineres Modell, genannt Neon. Das Modell gefällt mir und obwohl ich nicht 100% überzeugt war das Auto zu ersteigern streckte ich meinen Zettel in die Luft mit dem Hintergedanken, dass sollte es klappen wäre es für mich ganz in Ordnung! Was mich jedoch ein bisschen beunruhigte war dass ich das Auto zuvor nicht inspiziert hatte und weder des Zustandes des Interieur noch des Kilometer resp. des Meilenstandes bewusst war. Und somit war ich ein bisschen beunruhigt als mein Angebot als Höchstgebot stehen blieb und ich mit gemischten Gefühlen auf das „Sold“ des Auktionators wartete. Kaum gefallen kam auch schon ein Angestellter von Public Motors auf mich zu, notierte meine „Startnummer“ und begleitete mich zu einem Büro wo ich das Depot von $850 zu zahlen hatte. Dies war mir bewusst, da ich beim betreten des Areals einen Zettel mit den ganzen Regeln und rechtlichen Hinweisen zu lesen und unterschreiben hatte. Danach sagte ich dass ich den Wagen am liebsten gerade bezahlen würde und ich ihn direkt ab Platz mitnehmen möchte. Sie bestätigten mir dass dies möglich sei und wiesen mich an mich ein bisschen zu gesellen, da sie die Raten etc. berechnen müssen (Auch dies war natürlich zuvor auf dem Zettel vermerkt gewesen und ich wusste dass ein ganzer Haufen Gebühren noch dazu kamen um das Auto zu Registrieren etc.). Somit setzte ich mich draussen geduldig auf einen Stuhl und nach ca. einer halben Stunde wurde ich dann wieder rein gebeten, um die Zahlung abzuschliessen und den Kaufvertrag zu unterschreiben. Als erstes verunsicherte ich die Angestellte mit meinem Schweizer Führerausweis und diese musste sich dann Hilfe bei ihrem Chef holen. Das ganze stellte aber kein wirkliches Problem dar und es ging dann weiter mit dem ganzen Papierkram. Ich habe keine Ahnung mehr was ich alles ausgefüllt und unterschrieben habe, jedoch waren es um die 15-20 Papiere von einer Bewertung der Auktion über registrationsgebühren und Garantieverzichte (ist ja ein Gebrauchtwagen) bis hin zum eigentlichen Kaufvertrag. Am Ende des Papierdschungels angekommen wurde ich dann angewiesen mich nochmals kurz zu Gedulden und draussen Platz zu nehmen, da sie das Ganze noch kurz überprüfen müssen und nach weiteren ca. 5 Minuten bekam ich dann das Papier um das Ausgangstor zu passieren. Somit konnte ich dann schliesslich mein Auto suchen gehen und es einer ersten Inspektion unterziehen ;-) Somit machte ich mich auf die Suche des Abstellplatzes meines blauen Dodge Neon und fand diesen dann auch schon bald. Mit der ersten Inspektion war ich sehr zufrieden und auch die Fahrt zum Tor erwies sich als zufriedenstellend. Dort angekommen wies ich mein aus-Check Formular vor und es wurden die letzen Formalitäten vorgenommen, so wie ich auch die Papiere entfernte welche Typ, Marke und Jahr nannten und das Auto als verkauft markierten. Die Durchfahrt durch das Tor war zugleich der Übergang von meinem zweiten zu meinem dritten Abenteuer am heutigen Tag, dem nach Hause finden. Ich hatte nur eine kleine Ahnung wo ich bin und wo ich hin muss (oder konkret ausgesprochen, wusste ich lediglich ich muss nach Süden, welches in dem hiesigen Strassen Wirrwarr nicht wirklich sehr nützlich ist).

Ich verliess mich dann auf mein Bauchgefühl und fand dann auch schon bald auf die 55 South in Richtung San Diego. Somit hatte ich einmal die richtige Richtung eingeschlagen und wusste dass ich zumindest an Irvine vorbeifahren werde. Mit dem wählen der Ausfahrt hatte ich dann minder Glück, ich verpasste diejenige welche ich mittlerweilen Glaube dass es die richtige gewesen wäre und nahm dann die nächste. Das ganze machte aber nicht so viel, da ich die Culverstreet, welche von der ersten Abfahrt bedient wird noch etwa zweimal kreuzen werde auf meiner Fahrt nach Hause. Ich denke es wäre äusserts witzig das Ganze auf einer Karte zurückzuverfolgen. Das Resultat käme einem Spinnennetz sehr nahe! Als ich dann eindeutig einsah dass ich nicht so viel Glück haben werde um auf Anhieb die richtigen Strassen zu finden, wechselte ich meine Taktik und nahm mir vor so etwas wie eine Spirale um die Universität (oder mindestens den Ort an dem ich die Universität vermutete) zu fahren, bis ich auf eine bekannte Strasse stossen würde. Und so war ich schon bald auf der University Road, von welcher aus ich mit einigen kleineren Verfahrern zum University Center fand. Das ganze Verfahren war mir in dem Moment eigentlich so egal, da ich einen riesen Spass am Fahren hatte (es ist immerhin mein erstes eigenes Auto!!! Wobei ich an dieser Stelle zugeben muss, dass die Quelle der Finanzierung nicht meinem Bankkonto entstand und deshalb: Viele Dank Mami u Papi!:D ) Ich hatte somit das University Center erreicht und beschloss dass ich meinen Kauf mit einem Burger von In & Out besiegeln werde. Dies war auch meine erste Mahlzeit am heutigen Tag, vor lauter Stress am Morgen und Aufregung während des ganzen Tages habe ich das Essen vergessen. Danach musste ich dann noch beim Büro der Vermietung vorbei, um einen Parkplatz, respektive eine Parkerlaubnis abzuholen und danach hiess es noch 2-3 Bilder schiessen um euch meine neuste Errungenschaft zu präsentieren. Und somit bewundere ich dass du durchgehalten hasst und bis hierhin gelesen hasst und ich sage: over and out!

3 Kommentare:

  1. Ich habe mir heute noch ein Navigations Gerät gekauft und hoffe dass ich mich gut mit ihm verstehen werde um mich möglichst zielstrebig fortbewegen zu können!

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  2. na denn viu spass und abs navigandi i däm fau

    macht übrigens spass :)

    flugi

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  3. hihi, hab durchgehalten! :) hat sich gelohnt... nur das video hat mich fast um den verstand gebracht... ;)

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