Immerhin machten sich einige Gruppen die Mühe sich ähnlich dem Irischen Volk zu kleiden
Jedoch wurden nicht nur vierrädrige Fahrzeuge präsentiert, sonder auch deren Verwandten mit halb so vielen Rädern. Es hatte eine komplette Gruppe Biker, die mit ihren Harleys anrückten. Als diese an uns vorbeizogen schien es mir das nicht nur meine Ohren dröhnten, sondern auch
Was bei einem solchen Event natürlich auch nicht fehlen darf sind diverse Kriegsveteranen aus all den verschiedenen Kriegen, die Amerika ausgetragen hat. Und so sahen wir diverse „Kriegsgenerationen“ welche aus der ganzen Region kamen. Ein paar Soldaten hatten sogar die Ehre das „Marine Corps War Memorial
Wenn ihr euch nun fragt was das Ganze mit dem irischen Nationalheiligen St. Patrick zu tun hat, dann geht es euch in etwa so wie es mir gestern ergangen ist. Die Parade war äusserst lang und wenn man nicht total von Polizei- und Feuerwehrautos, Corvettes oder dem Amerikanischen Militär angetan ist, kommt es einem nach den ersten paar Gruppen die an einem vorbeigezogen sind vor als ob immer wieder dieselben an einem vorbeistolzieren. Wir machten uns dann auf den Weg in Richtung der Festlichkeiten um uns dort mit irischen Nationalspeisen, so wie Bratwurst, Taccos, Cheesburgern und div. Weiteren Speisen, welche von den Iren in zuerst in den Osten gebracht wurden und uns heutzutage als asiatische Speisen bekannt sind ;-) Immerhin hatte es eine Fish & Chips Bude, welche man noch so als „Irische Küche“ bezeichnen könnte. Das Festgelände war mehr oder weniger ein Rummelplatz, so wie wir sie bei uns zuhause auch kennen, mit dem einzigen Unterschied, dass wenn man ein Bier trinken wollte musste man sich mit einer ID ausweisen (und wer schon mal in Amerika war weiss dass dies restlos alle mussten, egal ob man ihnen ansah dass sie schon zwei, drei oder viermal 21 gefeiert haben) um dann eingezäunt und abgeschlossen von den restlichen Festivalbesuchern sein Hopfen Gebräu zu geniessen.
Da wir mit der Cousine von Rodrigo verabredet waren verliessen wir dann schon bald das Gelände und machten uns auf in Richtung des vereinbarten Treffpunktes. Dort angekommen fuhr ein Hummer auf, mit welchem wir uns dann auf die Jagd eines Futterplatzes aufmachten und wir landeten wieder einmal in einem mexikanischen Restaurant. Erneut lies ich mich von meinen mexikanischen Begleitern beraten und beschloss dann eine Mole zu probieren. Wobei Mole eigentlich nur die Sauce ist, welche meine Poulet Streifen bedeckten. Ich liess mir erklären dass die Hauptbestandteile der Mole Schokolade und Gewürze seien und dass das ganze Süss und Scharf schmecke (kam mir irgendwie bekannt vor). Daneben gab es noch Bohnen und Reis, was soweit ich bis jetzt weiss zu allen mexikanischen Gerichten serviert wird. Das ganze schmeckte sehr lecker und ich konnte meinen Geschmackshorizont wieder einmal erweitern.
Danach gab es eine erneute Runde in dem St. Patricks day Getümmel, welche mir sehr gelegen kam und als Verdauungs Spaziergang gewertet werden kann. Jedoch wurde uns auf unserem Weg eine amerikanische Schleckerei angepriesen, welche Rodrigo sofort versuchen wollte. Ihr könnt euch das ganze so vorstellen, dass ihr beim „Öpfuchüechli“ frittieren die Äpfel vergesst und den Teig in Schlangenform in das heisse Öl presst. Wobei eine Portion in ca. die Grösse eines Tellers hat und so um die 5-10cm dick ist. Das ganze wird dann noch zünftig mit flüssiger Schokolade, Marmelade, Sirup und Schlagrahm garniert und schon hat man einen Teller der in circa so viele Kalorien enthält wie ein normal Sterblicher in einer Woche zu sich nehmen sollte. Von dieser Portion konnten dann alle kosten und wir kämpften eine ganze Weile mit dem Ding, bis wir dann mit verstimmten Mägen aufgaben und uns über diejenigen wunderten, welche ein komplettes solches Ding ganz alleine und ohne Hilfe tilgten.
Es fing dann auch schon langsam an zu dunkeln und wir machten uns Richtung Auto unterwegs. Auf unserem Rückweg schlug Rodrigo uns vor noch „kurz“ shoppen zu gehen und erklärte uns dass es eine Outlet Mall habe. Aus dem Projekt Schuhe zu kaufen wurde dann schon bald ein Grossprojekt Shopping und so verliess ich nach einer guten Stunde den letzten Shop, vollgepackt ärger als ein Lastesel und mit einer glühenden Kreditkarte in meiner Hosentasche. Dieses Kaufrausch Gefühl war mir bis dahin noch ganz unbekannt, wurde aber durch die so tiefen Preise und das simple bedienen der Kreditkarte hervorgerufen! So habe ich jetzt neben neuen T-Shirts, Pullovern, Schuhen und Uhr auch eine neue Lederjacke ;-)
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