Freitag, 7. Mai 2010

Surfen und Universal Studios zum zweiten

Eines meiner Ziele die ich mir für meinen Aufenthalt in Kalifornien gesetzt hatte war das erlernen des Surfens. Somit habe ich mich schon des längeren für den Einsteiger Kurs eingeschrieben, welcher von der Uni angeboten wird. Und für lange Zeit hiess es warten, bis der Kurs anfängt. Jedoch habe ich rausgefunden dass es einen Surfer in unserem Lab hat, welcher bereit ist sich mit mir abzumühen. Dadurch wurden meine Pläne leicht verändert und anstatt auf den Beginn des Kurses zu warten lautete die neue Devise: „Ein Neoprenanzug muss her!“. Nach erfolglosem checken der Craiglist, fing ich an nach Outlet Stores zu suchen, der einzige den ich jedoch fand hatte gerade total Ausverkauf hinter sich und die billigsten Exemplare überschritten mein Preislimit. Somit ging die Suche weiter, bis ich einen Shop in der Nähe gefunden habe, welcher Neopren Anzüge zu vernünftigen Preisen anbietet. Nach einem kleinen Abstecher dorthin war ich dann endlich gerüstet für meine ersten Surf Erfahrungen.

Letzten Samstagmorgen war es dann soweit und ich begab mich auf den Weg nach Costa Mesa, wo Robin wohnt. Dort angekommen bepackten wir seinen Truck mit zwei Brettern und er checkte die aktuellen Wetter oder besser gesagt Wellen Verhältnisse. Als das Ziel ausgemacht war, stiegen wir in den Truck und nahmen die Küste in Angriff. Das erste Problem dass wir zu meistern hatten war das finden einer Parklücke, die Parkplätze waren alle überstellt mit Trucks, welche auf der Ladefläche genug Platz bieten um Surfbretter zu transportieren und somit war schon vor dem Betreten des Strandes klar dass wir nicht die einzigen sein werden. Wir stürzten (oder treffender zwängten) uns in unsere Anzüge und machten die Bretter klar. Danach gingen wir zu Fuss an den Strand und vor dem betreten des Wassers erklärte mir Robin die grundlegenden Dinge welche ich zu beachten habe. Mit all diesen Informationen gerüstet ging das Ganze dann los und wir stürzten uns ins kalte Wasser. Der Wellengang an diesem Tag war doch erheblich, was uns das Paddeln erheblich erschwerte. Das vorwärtskommen war mir aber am Anfang eigentlich noch egal, denn ich hatte andere Dinge mit welchen ich kämpfen musste. So musste ich mich erst mal noch mit dem Brett zu Recht finden und meine ideale Lage auf dem Brett finden. Dies beinhaltete natürlich auch ein sauberes Platzieren meines Schwerpunktes auf dem Brett. Einmal ein Bisschen daran gewohnt fing ich dann an mich auf dem Brett zu bewegen, resp. probierte mich vorwärts zu bewegen. Das crawlen war natürlich auch gewöhnungsbedürftig, da man die Arme normalerweise näher am Körper hat. Damit waren aber nur die ersten Probleme gelöst und die nächsten kamen schon auf mich zugerollt. Ich musste natürlich immer den Wellengang im Auge behalten um auf mich zukommenden Wellen möglichst gut zu überwinden. Somit paddelten wir nach draussen und kämpften gegen die Wellen an, das Ganze war äusserst Qualvoll und wir kamen nicht allzu schnell voran. Einmal ein bisschen draussen, wo man dann versuchen könnte eine Welle zu befahren schmerzten meine Arme schon so sehr dass ich mein Brett als schwimmende Parkbank benutzte um mich auszuruhen. Danach versuchte ich ein zweimal eine Welle zu „fangen“, jedoch ohne Erfolg. Und schon bald war es auch Zeit wieder an den Strand zurück zu kehren, resp. Robin bemerkte dass wir schon ein ganzes Stück Südwärts gedriftet waren. Somit gingen wir wieder zurück Richtung Strand und mussten dann in etwa 10 min. Strand aufwärts laufen um zu unserem Startpunkt zurück zu gelangen und danach beschlossen wir nach Hause zurück zu kehren.

Am letzten Dienstag begann dann mein Surf-Kurs, diesmal waren wir aber in Newport Beach. Die Wellen waren angenehm (oder schon ein bisschen klein) und für Beginner bestens geeignet. Nach einer kurzen Theorie Einführung zogen wir die Reissverschlüsse unserer Anzüge nach oben und begaben uns ins Wasser. Neben den kleineren Wellen bot der Strand hier auch den Vorteil dass wir nach draussen laufen konnten und nicht unbedingt schwimmen mussten. Somit konnten wir unsere Kräfte für den „Surf-Akt“ sparen. Das ganze lief recht gut und ich entwickelte schon einen kleinen Sinn für die Wellen, welche ich nehmen kann und welche zu klein sind. Ausserdem gelang es mir gegen Ende des Kurses einige Male mich aufzurichten und auf dem Brett zu stehen. Alles in allem eine sehr gute Erfahrung und neben den Surfklassen sind schon andere Surf Daten ausgemacht.

Neben dem Surfen war ich das letzte Wochenende zum zweiten Mal in den Universal Studios. Zur Zeit haben wir eine Professorin aus Malaysia zu Besuch und ich habe ihr versprochen dass ich sie in die Universal Studios begleiten werde. Ausserdem habe ich herausgefunden dass Kristina, eine Life Science Studentin die ich noch von der EPFL her kenne im Moment in Sa Diego haust und dort ihre Masterarbeit schreibt und ich konnte sie für den Ausflug begeistern. So fuhr ich am Samstagabend nach San Diego, um Kristina ab zu holen damit wir am Sonntagmorgen direkt von Irvine her starten konnten. Wir fuhren beim Travellodge Hotel vorbei um Fatimah abzuholen und machten uns dann auf den Weg Richtung Universal Studios. Einmal angekommen wurden wir sogleich wieder gefragt ob wir etwas mehr zahlen wollen um direkt am Park zu parkieren oder ob wir den „entfernten“ Parkplatz bevorzugen? Wir sparten uns die Dollars für später und nahmen diese 3 Minuten Gehweg auf uns! Der Ablauf im Park war in etwa der selbe wie das letzte Mal, wir begannen mit der Tour durch die Studios, gefolgt von dem Mummies ride und dem Jurassic Park ride, danach Simpsons, essen, animal show, Waterworld, Shrek, House of Horror und Terminator 3D. Neben einigen Details auf der Tour die anders waren, resp. erzählt jeder Tour Moderator verschiedene Sachen, war das einzig wirklich Neue für mich die Waterworld Show. Das ganze spielt in einer riesigen Kulisse umzingelt von einem grossen Wasserbecken. In dem Becken fuhren die Akteure mit Wasserskiern, Jetskiern (Jetskis? Was ist die korrekte Mehrzahl?) und Boten herum. Ausserdem sorgten pyro- Effekte und Stunts für gute Unterhaltung. Ich hatte mit meiner Kamera Glück und knipste ein par „Lucky shots“. Der eine war als der Bösewicht brennend von der obersten Reling fällt und „zu Tode“ stürzt. Dies passierte kurz vor dem Ende oder dem Grande Finale als fast die komplette Kulisse explodiert und in Flammen aufgeht. Danach kam dann noch das obligate Vorstellen und Verbeugen der Darsteller und dann hiess es in den gedrängten Menschenmassen sich Richtung Ausgang drängen zu lassen. Alles in allem eine äusserst unterhaltsame und empfehlenswerte Show. Mehr „Details“ findet ihr auf den Fotos meiner Picasa Seite oder weiter unten in dem Eintrag in welchem ich schildere wie wir das erste Mal in den Studios waren.

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