Sonntag, 6. Juni 2010

Santa Barbara

Es ist wieder mal Zeit für einen Wochenendrückblick, ich sollte dies noch machen bevor ich Richtig in das nächste Wochenende eintauche. Für das letzte Wochenende stand Santa Barbara auf unserem Plan. Wir haben erst später rausgefunden dass dies das Memorial Day Wochenende war. Der Vorteil war, dass der Montag frei war und wir die Option gehabt hätten noch einen Tag zu verlängern. Ich hatte zusammen mit Kristina abgemacht um da rauf zu fahren und wir trafen uns dann in Santa Barbara mit Andrea und einem seiner Stanford Kollegen. Die Fahrt verlief äusserts ruhig und diesmal kreuzten wir keine Couches oder ähnliches ;-) Das einzige kleinere Problem hatte Kristina, denn als sie den Zug in San Diego Oldtown nehmen wollte wurde ihr erklärt dass der Amtrak diese Station nicht bedient (Das letzte Mal fuhr sie genau zu der Haltestelle ;-) und sie musste dann noch Bahnhof wechseln!) Jedoch kam sie dann mit einer kleinen Verspätung in Irvine an und wir machten uns auf den Weg Richtung Santa Barbara. Wir kamen etwa um 10h da an, checkten in und beschlossen dann etwas essen zu gehen und auf die anderen zu warten. Das ganze erwies sich schwieriger als wir dachten, denn die Restaurants schlossen alle genau Punkt 10pm! Wir hatten dann die Idee nach einer der vielen Fastfood Ketten Ausschau zu halten, jedoch die einzige die wir fanden war Subway und diese war geschlossen! Wir beschlossen dann uns zum Auto zurück zu begeben und dann mit der Hilfe des GPS etwas zu finden, jedoch stolperten wir auf dem Rückweg über einen Mexikanischen schnell Imbiss. Das Äussere dieser Fressbude weckte zwar nicht den Anschein nach Hygiene, jedoch sah es äusserst verlockend aus. Somit orderten wir Burritos und als wir so da standen fuhr ein Truck vorbei und einer der Insassen rief uns entgegen: „I hope you’ll get diarrhea!“ Wir fassten dies mit Humor auf und machten unsere eigenen Witze am folgenden Tag, aber glücklicherweise hatte er unrecht! Wir hatten unsere Burritos und beschlossen zurück ins Motel zu gehen und uns auf die nächste Aufgabe vorzubereiten, die da wäre: Lotse die anderen zum Hotel! Denn diese waren ohne GPS unterwegs und wir zerbrachen uns schon zuvor den Kopf wie wir das anstellen sollten! Als wir jedoch den Highway verliessen, notierten wir Nummer und Namen der Ausfahrt und gaben diese den anderen durch. Wir verliessen den Highway und sahen dort eine Tankstelle, an welcher wir noch kurz rast machten um ein paar Bierchen zu kaufen. Als wir dann aus der Tankstelle rauskamen vibrierte auch so gleich mein Telefon und Andrea erklärte mir dass sie soeben den Highway über die besagte Ausfahrt verlassen haben. Das Timing stimmte perfekt und unsere grösste Sorge an diesem Abend hatte sich aufgelöst! Somit gingen wir zurück zu unserem Hotel, die beiden anderen machten einen Stopp am check-in und wir begaben uns auf zu unserem Zimmer um dort genüsslich unsere Burritos zu vertilgen.

Danach beschlossen wir ins Zentrum zu gehen und dort einige Bars aufzusuchen. Wir nahmen ein Taxi von unserem Hotel aus und dieses setzte uns direkt vor einem Club ab. Als wir vor dem Eingang standen bemerkte Andrea dann dass er keinen Ausweis bei sich hatte und somit musste er mit einem Taxi zurück zum Hotel, in solch einem Fall gibt es keine andere Möglichkeit, diskutieren etc. hilft da nichts! Der Club war cool, jedoch schlossen sie etwa eine Stunde nachdem wir dort angekommen waren. Und so standen wir um halb zwei Uhr morgens immer noch in Partylaune auf der Strasse und mussten feststellen dass nichts mehr offen war! Die einzige Option die uns noch blieb war das Bier, welches wir in einem Geistesblitz zuvor noch gekauft hatten und somit verschoben wir die Party nach Hause in unser Motel Zimmer.

Am folgenden Morgen machten wir uns dann auf in Richtung Strand und Stern’s Wharft. Wir liessen unser Auto an der Beach Promenade stehen und wir schlenderten den Strand entlang. Wir hatten noch nicht gefrühstückt, jedoch war es schon bald Mittag und wir beschlossen unseren Hunger mit einem Fish Tacco zu bekämpfen. (mmhhh Fish Tacco!!!) Das Restaurant war äusserst cool und war mit sehr vielen Accessoires dekoriert, es hatte div. Haie, Fischnetze etc. und in der Mitte war ein Taucher ausgerüstet mit einer antiken Ausrüstung. Dann kam unser Essen mmmmmhhhhhhhh Fish Taccos!!!! Und wir stürzten uns genüsslich auf unsere Fish Taccos mmmmmhhhhhhh!!! ;-) und weils so gut ist grad noch n mal, mmmmmhhhhh Fish Taccos!

Danach machten wir uns auf in Richtung Auto und fütterten unser GPS mit den Koordinaten der Mission in Santa Barbara „The mother of all missions“. Bevor ich aber weiter fahre mit meinen Schilderungen werde ich kurz was über die Leute sagen, mit welchen ich dort war, das habe ich noch ganz vergessen. Die meisten kennt ihr bereits aus früheren Beiträgen. Mit Kristina war ich bereits in den Universal Studios und Andrea rechts im Bild besuchte ich in San Francisco. Die beiden kommen aus der Schweiz und ich kenne sie durch gemeinsames studieren. Links im Bild ist Rune, ein Däne, der zusammen mit Andrea im gleichen Labor schafft und wie wir auch hier ist um seine Masterarbeit zu schreiben. So kamen wir dann an der Mission an und direkt vor der Mission war ein Platz auf dem sie einen Wettkampf? in Strassenbemalungen hatten. Es hatte sehr viele Leute dort die mit Kreide ausgerüstet dem Schwarz des Asphalts den Kampf ansagten. Es war wirklich eindrücklich mit wieviel Geduld und Feingefühl die Artisten an ihre Aufgabe gingen. Danach gingen wir in die Mission um unsere Portion Kultur zu bekommen. Obwohl der Eintritt nur $5 Dollar war, versuchte Andrea den Preis mit allen Mitteln runter zu handeln und bezahlte am Ende einen sagenhaften Preis von $5 :D Das erste was wir in der Mission entdeckten war der Innenhof, ein schöner kleiner Park mit einem Brunnen und ein paar Palmen leider war dieser umzäunt, ansonsten hätten wir uns wahrscheinlich ein bisschen ins Grass gelegt. Danach führte die Tour durch die Gärten mit einigen Grabstätten und dann schliesslich durch die Kirche. Und am Ende der Tour war dann ein kleines Museum mit div. Ausstellungsstücken und der Klosterküche und dann natürlich der obligate Souvenir Shop! Als wir dann die Mission verliessen hatten wir noch die Möglichkeit Bruder Andrea zu treffen und ihn über seinen enthaltsamen Lebensstil zu befragen ;-)

Danach machten wir uns auf Richtung Auto und wir tippten die Koordinaten des county courthouse ein. Das ganze Gebäude ist in spanischem Stil errichtet und der Turm bietet eine Rundum Sicht auf Santa Barbara. Als wir dort ankamen wurden wir von einer Dame am Empfang begrüsst und informiert dass der Eintritt frei ist, jedoch jede „freiwillige“ Spende herzlichst willkommen ist! (Diese freiwilligen Spenden trifft man des Öfteren an so zum Beispiel auch bei Trinkgeldern, unten auf den Rechnungen befinden sich normalerweise angaben wieviel 10, 15 und 20% des Rechnungsbetrages sind und dann natürlich auch die Erklärung dass 10% für einen schlechten Service, 15 für einen guten und 20 % für einen super Service gelten. Ausserdem kann es auch mal vorkommen dass eine Kellnerin direkt ihr Trinkgeld in die Rechnung einträgt ;-) aber zurück zum county courthouse). Die Dame erklärte uns dass es einen Lift in den 4. Stock habe wo auch die Aussichtsplattform ist. Als ich sie dann fragte ob es auch eine Treppe habe schaute sie mich zynisch an, nicht wissend ob ich einen schlechten Witz gemacht hatte oder ob ich wirklich so weltfremd bin um eine Treppe dem Lift vor zu ziehen und erklärte mir dass wir die Treppe bis in den 3. Stock nehmen können, jedoch dann um vom 3. in den 4. Stock zu gelangen den Lift benutzen müssen. Um ihr zu zeigen dass wir nicht scherzten gingen wir dann mit der Treppe in die oberen Geschosse. Im 2. Stock fanden wir einen Ratssaal der offen war, sich jedoch in Restauration befand. Dies schien mir äusserst fahrlässig für Amerika, da es überall Gerüste und Kabel hatte. Da aber die Türe offen war gingen wir rein und machten eine Besichtigung des Saales. Und dort trafen wir dann auch Richter Andrea.

Der 3. Stock war äusserst öde und es hatte nichts nennenswertes da, ausser den Lifttüre ;-) somit begaben wir uns dann in den Fahrstuhl um auf die Top Etage zu gelangen. Als sich der Fahrstuhl wieder öffnete waren wir schon fast auf der Aussichtsplattform, jedoch hatte es zwischen uns und dieser noch einige Treppenstufen!!! Die Aussicht die sich uns dann jedoch bot war phänomenal! Von dort oben sieht man über ganz Santa Barbara mit seinen spanisch angehauchten Gebäuden. Wir merkten dass wir viel Glück hatten als wir dort hin fuhren, denn nach ca. 10 min. auf der Plattform kam dann eine Aufsichtsperson und erklärte uns dass sie das Gebäude für diesen Tag schliessen werden. Somit nahmen wir dann den Fahrstuhl wieder um nach unten zu gelangen und wir begaben uns hinter das Gebäude um uns dort ein bisschen ins Gras zu legen. Jedoch beschlossen wir dann schon bald an den Strand zu gehen um dort unsere Siesta weiter zu führen. Andrea fiel auch sogleich in den Schlaf und Rune kam mit der Idee, dass wir in im Sand einbuddeln könnten! ;-) Somit fingen wir an Sand um Andreas Beine auf zu buddeln und nadisna verschwanden seine Beine dann auch komplett im Sand. Als er dann aufwachte hatte er dann einige Probleme um rauszufinden wieso seine Beine sich nicht bewegen wollten.

Danach begaben wir uns dann ins Wasser um uns abzukühlen und den Sand ab zu waschen. Das Wasser war eiskalt und ich denke nur dank unsere Taktik uns richtig in das Wasser zu werfen gingen wir alle (Männer) rein. Die Uhrzeiger erreichten schon fast ihren Tages-Tiefst-Punkt und bevor wir uns Richtung dinner aufmachten stand noch ein Besuch in dem Hot pot an! Wir bedachten natürlich nicht dass wenn wir uns zu spät zum Essen aufmachten dass wir dann erneut Probleme haben werden um etwas zu finden. Und so kam es dass wir schlussendlich zehn Minuten nach zehn auf der Suche nach einem Restaurant waren, welches noch bediente! Die meisten waren schon zehn Minuten geschlossen und wir hatten keine Chance etwas zu bekommen! Nach langem Suchen fanden wir dann schliesslich ein Plätzchen um unseren Hunger zu stillen. Danach kam das nächste Problem, einen Club oder eine Bar zu finden, welche nicht eine meterlange Schlange vor der Türe hat! Dies erwies sich als unmöglich und nach langem Diskutieren konnten wir uns dann einkaufen um ohne anzustehen in die Bar zu kommen. Danach schloss diese natürlich um halb zwei morgens und wir verlegten unsere afterparty erneut in unser Motel Zimmer.

Am Sonntag mussten wir dann auschecken, wir konnten die Stanford guys (oder besser gesagt nur Andrea) nicht überzeugen das Wochenende zu verlängern und bis am Montag zu bleiben. Nachdem wir unsere Schlüssel abgegeben hatten, machten wir uns dann auf um zu Frühstücken und wir fanden ein sympathisches Restaurant an der Strandpromenade. Ich entschloss mich für Rührei mit Lachsstücken, einfach nur phänomenal! (kann sogar mit den Fish Taccos mithalten ;-)) Danach machten wir uns in Richtung Sterns Wharft auf, wo sich ganz vorne auf dem Pier ein Pelikan mit einem Fischer anlegte. Als wir kamen war dieser gerade drauf und dran einen Fisch zu verspeisen, welcher er wie ich glaube von einem der Fischer geraubt hatte. Der Fischer bemerkte dies auch sofort und schnappte sich den Vogel, öffnete seinen Schnabel und entriss ihm den Fisch bevor dieser in der Kehle verschwunden war. Danach stand der Pelikan noch eine ganze Weile dort in der Nähe herum, nicht ganz wissend was ihm geschehen war und schaute auch immer beleidigt zu dem Fischersmann. Und als dieser sich dem Pelikan ein bisschen näherte, probierte der Vogel sich an ihm zu rächen, indem er nach seinen Beinen schnapte.

Nach diesem Spektakel machten wir uns dann auf den Rückweg Richtung Auto, denn wir wollten noch eine Zeit am Strand verbringen. Durch einen Tipp hatten wir erfahren dass der sogenannte Papillon Strand äusserst schön sei und nach einer kürzeren Autofahrt und ein bisschen suchen schlenderten wir dann im Sand der Küste entlang. Die Pracht des Strandes kann ich nur bestätigen, jedoch bemerkten wir plötzlich dass wir Öl an unseren Schuhen/Füssen hatten. Es war zwar nicht sehr viel, jedoch zu viel für an einem Strand! Ich vermute dass dieses den Weg von einer der unzähligen Ölborplattformen in Küstennähe ausgeloffen ist! Und um auf andere aktuelle Geschehnisse zu verweisen, von derselben Problematik ein bisschen weiter östlich hört man hier äusserst wenig bis gar nichts! Was man nicht hören will wird in den hiesigen Nachrichten nicht wirklich behandelt!

Trotz des Öles genossen wir dann noch ein zwei Stunden den Strand und die Sonne und danach begaben wir uns dann auf den Rückweg.

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